Hofstetten Gremium fällt Grundsatzentscheidung

Der Hofstetter Kindergarten reicht nicht mehr aus. Über die Marschroute wird am Dienstag entschieden. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der "Kindergarten der Zukunft" beschäftigt den Hofstetter Gemeinderat schon eine geraume Zeit. In der Sitzung am kommenden Dienstag wird das Gremium nun eine grundsätzliche Entscheidung über die künftige Marschroute fällen.

Hofstetten. Bereits Ende 2017 hatte sich der Gemeinderat für das Provisorium einer mobilen Raumeinheit bis zum Sommer 2021 entschlossen, um eine weitere Kleinkind-gruppe einrichten zu können. Damit sollte Zeit für eine fundierte Entscheidung in Sachen "Kindergarten der Zukunft" gewonnen werden.

Ende 2018 wurden zwei Planungsbüros mit einer Machbarkeits-Studie beauftragt, die dem Gremium bereits vorgestellt wurde. In der öffentlichen Gemeinderatsitzung am kommenden Dienstag wird diese etwa 80 Folien umfassende Präsentation, die unter anderem um die generelle Einschätzung der Verwaltung erweitert wurde, dann durch den Bürgermeister erläutert.

Dass der Kindergarten in seiner jetzigen Form nicht mehr ausreicht, steht außer Frage. "Eine Reduzierung des fünfgruppigen Angebots wäre kostengünstig, ist aber aus Sicht der Verwaltung nicht zukunftsweisend", erklärte Bürgermeister Martin Aßmuth. Außerdem entspreche es nicht den gesetzlichen Verpflichtungen, die vorliegenden Zahlen würden eher in Richtung einer weiteren Kindergartengruppe weisen. Ein Anbau an das bisherige Gebäude sei vom Gemeinderat verworfen worden, ein Umbau oder die Sanierung des Bestands komme ebenfalls nicht in Frage.

Zum einen müsste der gesamte Kindergartenbetrieb für die Bauzeit ausgelagert werden und zum anderen spreche der gesetzlich vorgeschriebene Platzbedarf dagegen. "Allenfalls ein Neubau am jetzigen Standort könnte realisiert werden, was aber aufgrund des fehlenden Platzes auch nicht empfohlen wird", verwies Aßmuth auf die Studien.

Aus Sicht der Verwaltung solle ein Kindergarten-Neubau an einem neuen Standort angestrebt werden. Zwei mögliche Standorte wurden bereits auf gemeindeeigenem Feld "Am Schneitbach" oder auf der Wiese neben dem SC-Parkplatz gefunden. Sollte die Entscheidung des Gemeinderats am Dienstag für einen Neubau fallen, wird auch über den geeigneten Standort entschieden.

In der Sitzung des Gemeinderats werden Kindergartenleiterin Bettina Kohler und eine Sprecherin des Elternbeirats ihre Bewertung abgeben. Der Elternbeirat hatte bereits im November 2017 eine Mängelliste des Kindergartens aus Sicht der Eltern bei der Verwaltung eingereicht. Sollte sich der Gemeinderat für einen Kindergarten-Neubau an neuem Standort entscheiden, rechnet Bürgermeister Martin Aßmuth mit Kosten zwischen 4,5 und 5,3 Millionen Euro, die im besten Fall bis zur Hälfte bezuschusst werden könnten. Außerdem könnte im Fall der Neubau-Entscheidung das Gelände für die mobile Raumeinheit über den 31. August 2021 hinaus weiter genutzt werden.