Fehrenbacherhof öffnet Freizeitheim erstrahlt in neuem Glanz

Hofstetten - Die Türen des Jugend- und Freizeitheims Fehrenbacherhof stehen wieder offen. Das Gebäude und die Innenräume haben eine Verwandlung mitgemacht, die sich sehen lassen kann.

Die Türen des Fehrenbacherhofes hoch über Hofstetten stehen endlich wieder offen, die ersten Reservierungen sind schon eingegangen. Im Außenbereich laufen die letzten Arbeiten am Handlauf der Rampe und auch innen gibt es noch Restarbeiten zu erledigen.

Beim Besuch des Schwarzwälder Boten sind zwei Mitarbeiter des Mühlenbacher Unternehmens Metallbau Grießbaum gerade dabei, das Geländer des barrierefreien Aufgangs zu montieren. "Von den drei möglichen Rampen-Varianten haben wir jetzt eine Lösung, die wenig Platz in Anspruch nimmt und den Haupteingang für alle zugänglich macht", erklärt Helmut Vollmer als Vorsitzender des Fördervereins Fehrenbacherhof. Im Außenbereich ist der "Platz der Begegnung" mittlerweile fertiggestellt und bietet mit Himmelsliegen, Feuerstelle und Sitzgarnituren neben den Gästen des Fehrenbacherhofes auch Wanderern und Radfahrern eine Möglichkeit der Rast mit bester Aussicht ins Tal.

Barrierefreier Bereich für inklusive Gruppen

Beim Betreten des Gebäudes flutet die Sonne durch das große Sitz-Fenster, es riecht angenehm nach Holz und erst die Hinweise von Helmut Vollmer lassen deutlich werden, was eigentlich fehlt. Denn noch sind die Wände steril weiß und warten auf eine farbliche Gestaltung, die Fenster sind ohne Vorhänge und auch das Mobiliar in den Zimmern ist etwas spärlich.

"Aber das kommt alles noch", blickt der Fördervereinsvorsitzende positiv in die Zukunft. Die erste Belegung habe es bereits gegeben und immer wieder würden sich auch Gruppenleiter für Besichtigungen anmelden. Die Anfragen kämen dabei beispielsweise aus Böblingen, Karlsruhe, Heidelberg oder Köln – Interessenten müssten sich an das Pfarrbüro der evangelischen Kirche in Haslach wenden.

Weil im Zuge der Sanierung und des Umbaus auch ein barrierefreier Bereich entstanden ist, öffnet das Jugend- und Freizeitheim jetzt für inklusive Gruppen und stellt eine große Bereicherung dar. Das sei eines der Hauptanliegen gewesen – neben der energetischen Dachsanierung, der Heizungs-Erneuerung und dem Neubau der sanitären Anlagen. Diese präsentieren sich im Erd- und Obergeschoss in zeitgemäß schlichtem Design, hellem Weiß und ordentlichem Stauraum für Waschbeutel, Handtücher und ähnliches.

Schmuckstück befindet sich im Dachgeschoss

Auf dem Weg ins Obergeschoss musste ein zweiter Rettungsweg angelegt werden, der erste ist direkt neben den Übernachtungszimmern. Die sechs Zimmer wurden nach den beteiligten Kommunen Haslach, Steinach, Mühlenbach und Fischerbach benannt, die beste Aussicht ins Tal bieten die Zimmer "Hofstetten" und "Altersbach".

Das eigentliche Schmuckstück des Fehrenbacherhofes befindet sich aber im Dachgeschoss, dort wurde ein großer, heller Besprechungs- und Aktionsraum geschaffen. Außerdem befinden sich weitere Zimmer unterm Dachgebälk und ein zusätzlicher großer Schlafraum mit fünf Betten im neuen Anbau.

Allen Beteiligten kann man nur bescheinigen: Der Aufwand hat sich gelohnt. Helmut Vollmer blickt auf die Grundsatz-Entscheidung zur Sanierung zurück: "Wir hatten uns für das Projekt entschlossen, ohne zu wissen, wie wir das finanzieren sollen. Und jetzt ist so etwas Schönes daraus geworden. Ist das nicht unglaublich?"

Die Einweihung des grundlegend sanierten und umgebauten Jugend- und Freizeitheimes "Fehrenbacherhof" ist für den 3. Oktober geplant. Im möglichen Rahmen soll ein Gemeindefest mit dem evangelischen Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh gefeiert werden. Denn der Fehrenbacherhof wurde vor 50 Jahren ebenfalls durch den damaligen Landesbischof Hans-Wolfgang Heidland gesegnet und eingeweiht. Damit gibt es im Herbst doppelten Grund zum Feiern. Weitere Infos bietet das Evangelische Pfarramt Haslach auf seiner Webseite www.fehrenbacher-hof.jimdofree.com, per Telefon 07832/97 95 90 oder unter E-Mail an haslach@kbz.ekiba.de.