Hofstetten "Förderung ist ein Herzensanliegen"

Heinz Winkler (von links), Helmut Vollmer, Pfarrer Christian Meyer und Bernd Jacobs ziehen in Sachen Fehrenbacherhof an einem Strang: von der Sparkasse wurden 10 000 Euro beigesteuert. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Auf dem Weg zur Sanierung des evangelischen Jugend- und Freizeitheims "Fehrenbacherhof" hat es Grund zur Freude gegeben. Sparkassendirektor Bernd Jacobs hat in Hofstetten einen symbolischen Scheck von 10 000 Euro vor Ort übergeben.

Hofstetten . Rund um den Fehrenbacherhof am Ende des Hofstetter Altersbachs herrschte reges Treiben, als sich Fördervereins-Vorsitzender Helmut Vollmer, Pfarrer Christian Meyer und Haslachs Altbürgermeister und Ehrenbürger Heinz Winkler mit Jacobs zur Spendenübergabe trafen.

Eine Jugendgruppe aus dem Landkreis Lörrach verbrachte dort ihre Ferienfreizeit und die Leiterin bestätigte: "Ein absolut tolles Haus". Als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Haslach-Zell erklärte Jacobs: "Ich bin jetzt drei, vier Mal hier oben gewesen. Es ist eine absolut idyllische Lage und die Förderung ist mir ein Herzensanliegen".

Wert der Freizeiten für Kinder und Jugendliche

Er erinnere sich an eigene Freizeiten seiner Kindheit und wisse um den Wert für die Kinder und Jugendlichen. "Das Projekt braucht Öffentlichkeit, sonst funktioniert die Sanierung nicht", befand er.

Die Sparkasse übernehme mit der Spende seiner Meinung nach eine Art Vorbildfunktion, an der sich weitere Firmen und Institutionen als Spender orientieren sollten. Neben dem Kerngeschäft gelte es auch, sich für das Gemeinwohl der Bürger im Geschäftsgebiet einzusetzen.

Für Meyer lag die Notwendigkeit des Fehrenbacherhofs auf der Hand: "Es ist für Jugendgruppen schwierig, zu dem niedrigen Preis eine vergleichbare Unterkunft zu finden". Nachdem die Sanierung des Dachs und des Gebäudes, der Neubau eines Sanitär-Trakts und der barrierefreie Ausbau über Spenden finanziert werde, sei man im Nachgang der Baumaßnahmen auf eine Preiserhöhung angewiesen. Das gute Angebot zur Ruhe abseits des reizüberfluteten Alltags bleibe erhalten. Vollmer benannte den ersten September kommenden Jahres als anvisierten Baubeginn, bis dorthin werden durch den Förderverein weiterhin fleißig Spenden gesammelt.

Bislang die größte Einzelspende

Winkler war zum Ende seiner Amtszeit von Meyer auf eine Mitarbeit im Förderverein angesprochen worden. Er bedankte sich bei Jacobs für "die bislang größte Einzelspende" und freute sich, dass seine Anfrage bei der Sparkasse auf fruchtbaren Boden gefallen war. Vor einiger Zeit hatte es eine Besichtigung des Fehrenbacherhofs und die Vorstellung des geplanten Umbaus mit Firmen- und Institutionsvertretern gegeben. Im Nachgang wurde eine große Spendenbereitschaft gezeigt. Der Förderverein Fehrenbacherhof zählt 100 Mitglieder, viele kleinere Spenden und Aktionen unterstützen das Jugend- und Freizeitheim.

Die Gesamtkosten des Projekts werden nach neuesten Berechnungen auf 550 000 Euro betragen. "Das ist mit Puffer und eher konservativ gerechnet", erklärte Christian Meyer. Eingeplant sei unter anderem eine Leader-Förderung, die allerdings von den zuständigen Bewilligungsstellen erst noch genehmigt werden muss. Weitere Förderanträge seien gestellt worden. "Etwa 150 000 Euro werden noch benötigt, dann ist die Finanzierung geschafft", blickte der evangelische Pfarrer voraus. Bisher wurden etwa 300 000 Euro an Spenden und Zuschüssen akquiriert.