Hofstetten Einige Vorträge stehen auf der Agenda

Der Vorstand der Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft – Thomas Matthias Bauer (von links), Martin Lietzau, Ursula Kunz, Henry Heller, Werner Stehle, Peter Schäfer, Martin Schwendemann, Alois Krafczyk und Andreas Beck – hat sich neu strukturiert. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Vorstand der Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft hat sich dieser Tage in Hofstetten versammelt. Am Beginn stand die Erinnerung an den verstorbenen Manfred Hildenbrand und die Würdigung seiner großen Verdienste um die Hansjakob-Gesellschaft.

 

Hofstetten . Der Verlust durch seinen Tod sei enorm, betonte der stellvertretende Vorsitzende Martin Schwendemann.

Die Versammlung diente in erster Linie der Neuausrichtung und Umstrukturierung innerhalb der Hansjakob-Gesellschaft. So wird die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit künftig durch Alois Krafczyk koordiniert und ausgeführt.

Für die Gesellschaft wird außerdem ein farbiges Faltprospekt mit prägnantem und knappem Inhalt erstellt. Künftig wird die Hansjakob-Gesellschaft ihrer Verbundenheit zum Namensgeber durch eine dreijährige kostenfreie Mitgliedschaft mehr Ausdruck verleihen. Nutznießer werden Abschluss-Schüler des Haslacher Bildungszentrums sein, die für ihre besonderen Leistungen seitens der Stadt jährlich mit dem Hansjakob-Preis in Form eines Buchs, einer Urkunde und einem Gutschein ausgezeichnet werden.

An Veranstaltungen steht für dieses Jahr einiges auf dem Terminplan. So soll die Hansjakob-Matinee in Freiburg fortgeführt werden, geplant sind drei Vorträge. Andreas Beck erklärte sich bereit, seine Vorträge aus der Hansjakob-Matinee auch in Haslach oder Hofstetten vorzutragen. Außerdem wird Krafczyk zwei Vorträge mit den Titeln "Hansjakob als Chronist Schwarzwälder Lebens" und "Sitten und Bräuche in der Heimat Heinrich Hansjakobs" halten.

Darüber hinaus sind verschiedene Aktionen geplant. So könnte die Hansjakob-Gesellschaft im Herbst Mitveranstalter eines Abends auf dem Mühlstein sein, der unter dem Titel "Der Hansjakob kommt" gestaltet wird. Oder die weitere Öffnung des Haslacher Freihofs durch Themenführungen; die bisherigen Führungen mit "Engelberg und Philippine" oder "Hansjakob und Philippine" wurden bisher sehr gut angenommen. Mit mehr als 1000 Besuchern im Jahr findet das Hansjakob-Museum guten Zuspruch, dennoch soll versucht werden, die Besucherzahl weiter zu erhöhen.

Vor 20 Jahren führte Krafzcyk die erste Hansjakob-Wanderwoche durch.Die etablierte Veranstaltung findet jedes Jahr mit großer Beteiligung statt; mittlerweile ist Martin Lietzau Wanderführer. Das Programm soll nun durch jährlich stattfindende Exkursionen zu weiter entfernten Orten ausgebaut werden.

In Sachen Bücher und Schriften wurde beschlossen, dass die Kleine Hansjakob-Edition der Gesellschaft als Jahresgabe fortgeführt wird. Derzeit sind die Haslacher Edition des Hansjakobverlags und die Waldkircher Edition am Markt, die ebenfalls über den Hansjakobverlag vertrieben wird. Für dieses Jahr wird Andreas Beck "Heinrich Hansjakob als Theologe" den Lesern der Jahresgabe näher bringen. Ab 2019 sollen dann im Wechsel vergriffene Bücher wie "Aus meiner Jugendzeit", "Waldleute" oder "Feierabend" in der Kleinen Hansjakob-Edition der Gesellschaft erscheinen. Der Hansjakob-Brief wird weiterhin dreimal jährlich erschienen, Peter Schäfer bat als Redakteur um Unterstützung bei den Beiträgen. Was es in der Gesellschaft nicht geben wird: Hansjakob-Bücher in elektronischer Form. Dies werde bereits von anderen Verlagen und der Uni-Bibliothek in Freiburg angeboten.

Die Hauptversammlung der Hansjakob-Gesellschaft findet am Freitag, 25. Mai, statt. Sie beginnt um 18 Uhr im Bürgersaal des Hofstetter Rathauses. Während der Versammlung wird die Jahresgabe 2017 "Ausflüge im Schwarzwald" von den Autoren Werner Stehle und Peter Schäfer vorgestellt.

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