Hofstetten Eine Investition in die Zukunft

Julia Kiefer (von links), Martin Schwendemann, Henry Heller, Helmut Vollmer, Heinz Winkler und Pfarrer Christian Meyer freuen sich über die großzügige "Leader"-Förderung in Höhe von 195 000 Euro.Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Umbau des Feherenbacherhofs schreitet im Hofstetter Altersbach zügig voran. Die Finanzierung des Projekts wurde unter anderem durch die "Leader"-Förderung in Höhe von 195 000 Euro möglich. Jetzt wurde die Förderplakette überreicht.

Hofstetten. Die Freude war bei den Verantwortlichen am Mittwochnachmittag groß. "Leader"-Vorstand Henry Heller und Geschäftsführerin Julia Kiefer waren nach Hofstetten gekommen, um die europäische Förderplakette zu überreichen.

"Hier investiert Europa in die Zukunft und in die evangelische Kirche, die viel für die Jugend tut", betonte Heller. Seit dem Spatenstich Ende Januar hat sich viel getan, wie beim späteren Baustellen-Rundgang deutlich wurde.

Dass sich "Leader" mit einem Betrag von 195 000 Euro beteiligt, freute Heller sehr: "Ich kenne den Fehrenbacherhof aus meiner Amtszeit als Bürgermeister von Hofstetten und weiß, wie viel Begegnung hier stattfindet." Es gelte den Verantwortlichen ein großes Lob für die Realisierung des Großprojekts auszusprechen.

Dass sich das Auswahlgremium mit 23 Vorstandsmitarbeitern jetzt auch noch für den "Platz der Begegnung" entschieden hat (siehe Info), wurde von den Verantwortlichen mit großer Freude begrüßt. Pfarrer Christian Meyer sprach von einem historischen Termin, der kurz vor dem Richtfest am heutigen Freitag stattfinde. Der Fehrenbacherhof sei mehr, als die Summe der Teile. Man sehe, dass vieles gewachsen sei.

"Wir sind sehr dankbar für jede einzelne Spende und jede Aktion zugunsten des Projekts. Aber wir brauchen auch große Fördermittel. Ohne ›Leader‹ wäre alles eng und knapp und schwierig geworden", bilanzierte der Pfarrer.

Der strahlende Sonnenschein des Mittwochnachmittags sei die gedankliche Grundlage des Projekts, denn der Fehrenbacherhof steht unter dem Motto "Ein Ort der himmlischen Ruhe inmitten von Gottes Schöpfung". Bauausschuss-Vorsitzender Heinz Winkler betonte: "Wir haben es mit einer wahnsinnigen Anstrengung geschafft, eine Förderung zu bekommen, ohne die es nicht gegangen wäre." Sein Dank galt allen Beteiligten.

Ohne die Förderung der EU wäre Projekt nicht möglich

Fördervereinsvorsitzender Helmut Vollmer erinnerte an die Sitzung vom Januar 2017, als die Entscheidung zum Um- und Ausbau des Fehrenbacherhofs gefallen war. "Es wusste keiner, wo das Geld herkommen soll. Wir haben uns mit viel Gottvertrauen auf den Weg gemacht." Die Arbeiten liegen im Zeitrahmen, bis Ende des Jahres soll alles fertig sein.

Für 2021 gibt es bereits erste Anfragen. Zum einen von Stammgästen, die seit vielen Jahren, zum Teil seit Jahrzehnten, auf den Fehrenbacherhof kommen. Außerdem werden die Konfirmanden dort wieder ihre Freizeit verbringen und im Rahmen der Weltversammlung des ökumenischen Rats der Kirchen in Karlsruhe hat eine Gruppe das Jugend- und Freizeitheim angefragt. "Gleichzeitig müssen wir befürchten, dass es 2021 keine oder nur wenige Schulgruppen aufgrund der Corona-Nachwirkungen geben wird", erklärte Christian Meyer. Allerdings steige vielleicht auch die Nachfrage nach Urlaub in Deutschland – und der ließe sich hoch über Hofstetten sehr schön verbringen.

Aus dem "Leader"-Regionalbudget erhält der Förderverein des Fehrenbacherhofs weitere Unterstützung. Der Antrag zum Bau eines "Platz der Begegnung" mit Feuerstelle auf der Fläche zwischen Jugendherberge und Scheune ist als Projekt ausgewählt worden. 80 Prozent der Kosten und damit 13 265 Euro werden durch "Leader" getragen, sobald der notwendige weitere Antrag durch den Förderverein gestellt wird. Für diese Nachricht gab es Spontanapplaus, die Freude bei den Verantwortlichen war riesig. "Es ist das i-Tüpfelchen für den Fehrenbacherhof", freute sich Fördervereinsvorsitzender Helmut Vollmer.

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