Hofstetten "Die viele Arbeit hat sich gelohnt"

Wilhelm Uhl (von links), Bernhard Kaspar, Martin Aßmuth, Arnold Allgaier, Peter Weiß, Bernhard Krämer, Barbara Rissler, Veronika und Bettina Kohler freuen sich gleichermaßen über die Förderzusage des Bundes Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der lange Atem von Hofstettens Bürgermeister Martin Aßmuth hat sich jetzt in barer Münze ausgezahlt. Für den Kindergarten-Neubau ist der Förderbescheid über 283 800 Euro aus dem Kindergarten-Investitionsprogramm des Bundes eingetroffen.

Hofstetten. Zwei Jahre lang hatte Martin Aßmuth jeden politischen Hebel in Bewegung gesetzt, um die Finanzierung des Millionenprojekts "Kinderscheune" hinzubekommen. Ein Anruf von Hofstettens CDU-Ortsvorsitzendem Wilhelm Uhl ließ schließlich Bundestagsabgeordneten Peter Weiß aktiv werden. Ende März hatte der sich beim Gemeindebesuch umfassend über den Kindergartenneubau informiert (wir haben berichtet) und bereits dort die Abschnittweise Förderung angekündigt.

Bei der Pressekonferenz am Samstag war die Freude über den Förderbescheid dann bei allen Beteiligten entsprechend groß. "Heute ist ein ganz besonderer Termin und als Bürgermeister der schönsten und emotionaleren Tage", begrüßte Aßmuth im Bürgersaal des Rathauses. Der gesamte Vorgang rund um Fördermittel des Bundes würde mittlerweile fünf Aktenordner umfassen, was den Arbeitsaufwand und die dahinter stehende Zeit verdeutliche.

Vorgang umfasst fünf Aktenordner

Die positive Resonanz der Bürger beispielsweise auf die Petition sei Ansporn gewesen, um am Ball zu bleiben und alle erdenklichen Kontakte zu nutzen. "Die viele Arbeit hat sich gelohnt", bilanzierte Aßmuth hinsichtlich der Fördersumme von 283 800 Euro. Ein besonderes Dankeschön gelte den Mitarbeitern des Regierungspräsidiums in Freiburg, die das Hofstetter Anliegen bis zur Regierungspräsidentin weiter getragen und begleitet hätten.

In Richtung des Abgeordneten bescheinigte er: "Lieber Peter, ohne dich wäre es fraglich gewesen, ob der Kindergarten-Neubau weiter gegangen wäre." Deshalb gelte ihm ein Vergelt’s Gott. Weiß gratulierte zum Förderbescheid, der für Hofstetten – und viele andere Kommunen – wichtig wäre. Es sei ein toller Erfolg und zeige, dass Hofstetten etwas auf Landes- und Bundesebene bewege. Denn in den Koalitionsfraktionen stehe in der übernächsten Woche die Gesetzes-Änderung zur Verlängerung des Kindergarten-Investitionsprogramms bis zum 30. Juni 2023 auf der Tagesordnung. Die Hartnäckigkeit Hofstettens habe maßgeblichen Einfluss auf politische Entscheidungen gehabt.

"Mit der Förderung und der geplanten Gesetzesänderung wurden zwei bemerkenswerte Erfolge erzielt", bilanzierte Weiß. Kindergartenleiterin Bettina Kohler berichtete vom Freudenschrei im Haus, als die Nachricht des Förderbescheids im Kindergarten Sterntaler eingetroffen sei. "Viele haben nicht mehr daran geglaubt, dass es noch funktionieren würde", erklärte sie und überreichte kleine Präsente sowie Fairtrade-Rosen.

Im Namen des Gemeinderats bedankte sich Bürgermeister-Stellvertreter Arnold Allgaier für den Mut von Aßmuth in dem zunächst aussichtslos erscheinenden Kampf gegen Windmühlen, von denen er sich nicht habe beirren lassen. Die Elternbeiratsvorsitzenden Barbara Rissler und Veronika Singler bescheinigten, dass im Sinne der Hofstetter Kinder etwas Großartiges erreicht worden sei. Für Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Kaspar war klar: "Damit ist der neue Kindergarten nicht alleine bezahlt, aber es ist eine gute Hilfe." Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Krämer bedankte sich: "Trotz der Enttäuschungen hast du dich nicht entmutigen lassen – das zeichnet dich als Bürgermeister aus."

Im Juli wird die Entscheidung über die Mittel aus dem Ausgleichsstock erwartet. Wenn der Bauantrag eingereicht wird, hofft der Hofstetter Bürgermeister auf eine zügige Bearbeitung. Wenn alles gut laufe, könne im Herbst der Spatenstich zur Kinderscheune stattfinden. Dafür erhielt Peter Weiß am Samstag bereits eine Einladung.