Hofstetten "Das gibt es nur in Hofstetten!"

170 Kinder hatten ihre Freude im Sparkassen-Fußball-Camp. Beim Soccer-Robics der jüngeren Jahrgänge flogen am Ende die Orientierungshütchen in die Luft. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Wenn sich ein Sportplatz voll fußballspielender Kinder mit den ersten Tönen der "Sammel-Musik" in ordentlichen Reihen hinter Team-Schildern aufstellen wissen die Hofstettener Bescheid. Es ist Sparkassen-Fußball-Camp in Hofstetten.

Hofstetten . In diesem Jahr präsentierten sich die 170 teilnehmenden Kinder in den Farben des Hofstetter Sportclubs Rot und Weiß, die gleichzeitig die Farben des Namensgebers sind.

Von Mittwoch bis Sonntag galt es für die Kinder, ihre Ausdauer, Fertigkeiten und das gemeinsame Fußballspiel mit den Profi-Trainern um Bernd Voss zu trainieren.

Am Sonntag stand dann der große Abschluss mit Eltern und Freunden auf dem Programm. "Denkt daran: bleibt fair", mahnte Voss nach der Vorstellung des Ablaufs.

Die älteren Jahrgänge und ihre begleitenden Freunde spielten ein Fußballturnier aus, für die jüngeren Jahrgänge und ihre Begleiter stand ein Parcours auf dem Programm. Dass die älteste Begleitperson 78 Jahre alt war, kommentierte Voss so: "Das gibt es nur in Hofstetten!".

Und während der Paar-Torschuss, der Koordinations-Parcours, der gefühlvolle Ballschuss und -Transport von den Kindern mit ihren Begleitern absolviert wurden, durften die Erwachsenen dabei sein. Er habe in anderen Camps ungute Erfahrungen mit ehrgeizigen Erwachsenen gesammelt, begründete Voss.

Nach dem gemeinsamen Sport demonstrierten die 170 Kinder ihr tägliches Können bei Tec-Robic und Soccer-Robics. Beim Tec-Robics der älteren Jahrgänge standen das Automatisieren von sogenannten Skippings, Side-Steps, dem Angriff und Sprint im Vordergrund. Beim Soccer-Robics der jüngeren Jahrgänge ging es in erster Linie um Witz, kleine Schritte und ein paar sogenannte Mooves.

Leistung der Kinder wird mit Applaus honoriert

Mit sehr viel Applaus honorierten die Zuschauer die Leistung der Kinder und Voss riet: "Hauptsache, ihr spielt weiter Fußball und seid gut in der Schule".

Damit ging es ins große Finale des Fußball-Camps, Sieger wurden bekannt gegeben, Urkunden und Pokale verliehen. Für den Vorstand des Hofstetter SC bedankte sich Edgar Mäntele für "unglaublich tolle fünf Tage" und "eine super Geschichte mit Wetterglück". Dass eine derart große Veranstaltung nicht ohne zahlreiche Helfer möglich sei, stehe außer Frage – ein großer Applaus für alle Engagierten rauschte durch das Waldseestadion. Vorstandsmitglied Thomas Kreyer gelte ein besonderer Dank für den Wirtschaftsdienst, der Sparkasse für die Zusammenarbeit und dem "Team Obst" mit Janina, Franziska, Xenia, Jana und Lena für die Vorbereitung und Organisation der täglichen Obstpausen. "Der größte Dank geht an Bernd Voss für eine Erfolgsgeschichte, die noch nicht endet", schloss Mäntele.

Das ist das besondere am Hofstettener Fußballcamp: "Was gibt es Schöneres, als mitM 170 Kindern den ganzen Tag zu trainieren", stellte Voss die rhetorische Frage. Für ihn war es das zwölfte Fußballcamp in Hofstetten und im Laufe der Jahre hätten sich für ihn viele Kontakte weit über das Camp hinaus ergeben: Freundschaften sind entstanden. "Die damals 14-jährigen sind heute Mitte 20 und denken selbst schon an eine Familiengründung", erzählt Voss am Rande des samstäglichen Trainings. In den vergangenen Jahren sei viel entstanden. Hofstetten und das Fußballcamp würden mittlerweile einfach zusammen gehören. "Wenn wir mit der Fußballschule da sind, sind auch die Leute da – und nicht nur die Eltern der teilnehmenden Kinder", erklärt Voss den Unterschied zu seinen anderen Camps.

Es gebe jedes Jahr tolle persönliche Erlebnisse abseits des Spielfelds, im Jahresverlauf werde er immer wieder einmal zu privaten Festen im Kinzigtal eingeladen.

Dass in diesem Jahr sechs der Co-Trainer ehemalige Camp-Teilnehmer aus Hofstetten sind, freue ihn in besonderem Maße; es zeige die nachhaltige Wirkung. "Den Kindern gefällt das Angebot, sie haben hier Erfolgserlebnisse und entwickeln ein Gemeinschaftsgefühl. Der Teamgeist ist mir besonders wichtig, schließlich ist Fußball ein Teamsport und wird es auch bleiben", so Voss.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der Sparkasse habe das Camp eine enorme Außenwirkung – die Kapazitäten wären komplett ausgelastet. "Du kannst den Dank in den Augen der Kinder sehen", bringt der Trainer seine Motivation auf den Punkt.

Es war das zwölfte Fußballcamp mit Bernd Voss in Hofstetten. Nach seiner Aussage wird das Camp im kommenden Jahr eine Woche früher stattfinden als in 2018.