Hofstetten Bei "Schlofonzug-Party" geht Post ab

Für eine Riesengaudi sorgten die zwölf Frauen von der "Rot", die bei ihrem Auftritt "Ein modisches Rotkäppchen für den bösen Wolf" glänzten. Foto: Wölfle Foto: Schwarzwälder Bote

Die gut besuchte Hofstetter Frauenfasent der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) am Freitagabend im Eugen-Klaussner-Vereinsheim ist ein Spektakel gewesen. Das Motto lautete: "Schlofonzug-Party!" Hofstetten.

Hofstetten. "Ä gonzes Johr hemmer g’wartet bis d’Fasend endlich wieder startet. Im Schlofonzug geht’s diesmol los, vun de Oma de Kittel, vum Opa die Hos."

Gepunktet wurde auch mit Accessoires, wie Lockenwickler oder Papilloten in den Haaren, Schlafmützen, Augenmasken oder Plüschpuschen. Vampire sorgten für Schrecksekunden, als sie im Dunkeln versuchten, in die Hälse zu beißen.

Der Bürgermeister schaut durchs Fernglas zu

"Improvisieren ist das halbe Leben" hieß der erste Akt des zweieinhalbstündigen Programms. In Gebärdensprache und Mimik übersetzte Bettina Schreiber das Gespräch von Magdalena Dickreiter und Doris Gutmann über die vom Publikum vorgegebenen Themen Hebamme und Maulwurf. Auch den Kampf um das stille Örtchen, dem "Toi-Toi", setzten sie in Szene.

Eva Gabriel stellte Bürgermeister Martin Aßmuth dar, der vom Rathausfenster aus mit dem Fernglas ausspionierte, was die Damen bei der Frauenfasent treiben: "Oh Gott, goht‘s do ab, ich bin sprachlos. Un des uffere Veranstaltung vun de Frauengemeinschaft", rümpfte er die Nase.

Beim "Einmaleins für eine gute Figur" fragten sich Bianca Schneider, Veronika Singler und Marion Ruf, ob es noch richtige Männer gibt. Frauenproblemzonen, wie Brust- und Taillen-Umfang wurden mit dem Meterstab gemessen und Schneider meinte: "Ich bin nicht dick, das sind meine inneren Werte, die ein bisschen mehr Platz brauchen." Das sportlichste an ihr sei der Eisprung, so Ruf.

Bettina Schreiber und Andrea Neumaier einigten sich darauf, dass viele Frauen viel bewegen. Monika Häringer und Christine Kaiser wurden aus dem Publikum geholt, um Begriffe wie Cous-Cous, Stinkkäfer oder Ziegenpeter zu erraten. Das närrische Volk agierte dabei pantomimisch.

Ein Höhepunkt war die Suche nach dem modischen Rotkäppchen für den bösen Wolf. "Ich hab einen ganz exquisiter Happen, den kannst du dir schnappen", versuchte sich das Rotkäppchen (Melanie Kress) aus der Schlinge zu ziehen, als sie die zwölf hübschen Frauen von der "Rot" antanzen ließ. Aber egal ob blonder Sonnenschein, erfahren, wild, schick oder schwäbische Spezialität, der Wolf (Veronika Singler) verschmähte alle: "Lauter uninteressante Wieber, ich will ä richtiges Kaliber", raunte der Bösewicht und gab zu verstehen: "Ich will ä Frau mit Ansehen, mit Status, ich geh ä Stroß weiter runter ins Schneeballe Gästehus, dert wohnt so ä schnittige Mus. Ich schnapp mir die First Lady vom Ort, entweder ich entführ sie, oder ich fress sie sofort." Bettina Schreiber und Andrea Neumaier plauderten beim "Bettgeflüster" und dem Absacker zur Schadenfreude aller aus, in welche Fettnäpfchen die Hofstetterinnen während des vergangenen Jahres getappt sind. Rita Klumpp wurde wegen ihrer Vergesslichkeit ebenso durch den Kakao gezogen, wie Maria Vetter, die zusammen mit ihr, durch stundenlanges Shoppen im Duty-Free-Shop den Flieger verpasste.

Begrüßt wurden die närrischen Damen, die alle äußerst ideenreich gekleidet, im Nachthemd, Schlafanzug, Negligee, Baby-Doll oder im Bademantel gekommen waren, zum ersten Mal von der Vorsitzenden Ilonka Mäntele. Sie sprach im Namen des neu gewählten Vorstands der Hofstetter KFD.