Glasfaser kommt erst 2023 Anwohner brauchen Geduld

Ingo Braun (von links), Meinrad Mickenautsch, Bürgermeister Martin Aßmuth, Josef Glöckl-Frohnholzer und Mathias Klausmann informierten über den aktuellen Stand des Breitbandausbaus in Hofstetten. Foto: Störr

Hofstetten - Der Schneibenhof im Hofstetter Ullerst ist das letzte Gebäude, das an die Leerrohr-Trasse Ullerst-Berg-Biereck angeschlossen wird. Bis das schnelle Internet aber tatsächlich im Außenbereich ankommt, wird es mindestens noch bis 2023 dauern.

Bereits vor zwei Jahren hatte sich der Hofstetter Gemeinderat für den Ausbau mit Leerrohren entschieden, zunächst war jedoch lediglich der Bau der Haupttrasse mit 4,7 Kilometern Länge geplant gewesen. Dann wurden in Verbindung mit dem E-Werk auch die Hausanschlüsse von 28 Anwesen geplant, womit jetzt am Ende 7,4 Kilometer Leerrohre verbaut sein werden.

Beim Pressetermin vor Ort stellte Ingenieur Meinrad Mickenautsch vom Büro Ingplan-Immotec die Gesamtmaßnahme kurz vor und erklärte: "Die Eigentümer müssen ihre Dach-Anschlüsse jetzt noch auf die neuen Erd­anschlüsse umlegen, dann werden die Überlandleitungen endgültig abgebaut." Ein großes Dankeschön richtete er an die ausführende Baufirma Schöpf, deren Vorarbeiter Ingo Braun zusammen mit Kollege Meinrad Allgaier aus Hofstetten unkomplizierte Lösungen für zum Teil schwierige Bedingungen gefunden hatten.

Ausbau kostet insgesamt 452.000 Euro

Die Zusammenarbeit mit den 22 Eigentümern habe hervorragend funktioniert, alle seien im Vorfeld über die geplanten Maßnahmen informiert worden und hätten zugestimmt. Seitens des Bürgermeisters erreichte Mickenautsch dann selbst ein dickes Danke: "Wir haben großes Glück mit Meinrad Mickenautsch, der sich in seinem Amt als Gemeinderat und stellvertretender Bürgermeister dem Thema angenommen hatte und sehr viel ehrenamtliche Zeit investiert hat." Auch privat interessiere sich der Planer für das Thema und so habe man seitens der Verwaltung stets auf die Expertise des Fachmanns bauen können.

Die Gesamtkosten des Ausbaus würden bei 452.000 Euro liegen, wovon ein Teil durch das Land gefördert werde. Die Gemeinde sei mit Kapitaleinlagen in die Breitband Ortenau zunächst in Vorleistung gegangen, von dieser Seite erwartet sich Martin Aßmuth einen gewissen Rückfluss. Am Ende werde die Gemeinde Kosten in Höhe von 55.000 Euro selbst zu tragen haben, was auch als Signal an den Außenbereich verstanden werden dürfe.

Josef Glöckl-Frohnholzer informierte als Geschäftsführer der Breitband Ortenau über den Ausbau Hofstettens in Phase 2. Damit ist auch klar: im kommenden Jahr soll der Übergabepunkt in Hofstetten angekommen sein, im Jahr darauf dann Glasfaser eingeblasen und die Nutzer angeschlossen werden. Für die Anwohner und Firmen im Außenbereich ist also weiterhin Geduld in Sachen schnelles Internet gefragt.

Wie Ingo Braun als Vorarbeiter der ausführenden Firma Schöpf auf Nachfrage erzählte, waren die Baumaßnahmen sehr anspruchsvoll und mit vielen Herausforderungen verbunden. "Wir hatten hier alle möglichen Gesteinsschichten und auch das Wasser war mitunter ein Problem." Bürgermeister Martin Aßmuth verwies derweil auf die Angebotssummen, die wegen des Untergrunds zwischen 480.000 Euro und über einer Million Euro lagen.

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