Herbolzheim Zwölf Kandidaten stehen zur Wahl

Herbolzheim/Ringsheim (jg). "Kirche demokratisch mitgestalten – sich selbst wählen lassen", unter diesem Motto sprach die evangelische Kirchengemeinde Herbolzheim-Ringsheim in den vergangenen Wochen Mitchristen der Gemeinde an. Alle sechs Jahre werden in der Landeskirche die Gemeindeleitungen neu gewählt – und dieses Jahr ist es wieder so weit.

"Wir sind in der tollen Situation, dass wir zwölf Kandidierende für insgesamt acht zu wählende Plätze haben", berichtet Pfarrer Oliver Wehrstein. Vier Kandidaten saßen bereits zuvor im Kirchengemeinderat. Gewählt wird ausschließlich per Briefwahl, die letzten Wahlzettel dürfen am Ende des Gottesdiensts am 1. Dezember abgegeben werden. Danach wird ausgezählt.

 "Es wäre schön, wenn möglichst viele Gemeindemitglieder bei dieser Wahl mitmachen würden, denn anhand der Personen und ihrer Fachgebiete wird die Ausrichtung unserer Kirchengemeinde für die nächsten sechs Jahre bestimmt", erklärt Wehrstein.

Die Kirche, und damit jede einzelne Gemeinde vor Ort, beruhe auf dem Prinzip der Mitarbeit ihrer Mitglieder: "Nur dann, wenn Menschen sich beteiligen, die anfallenden Arbeiten erledigen, sich sozialgesellschaftlich engagieren – dann funktioniert das Ganze", erklärt Wahlleiter Peter Welp.

Die Kirchengemeinderäte erarbeiten zum einen Ziele, Ausrichtung und Schwerpunkte der kirchlichen Gemeinde und organisieren und verwalten diese zum anderen: Sie entscheiden beispielsweise mit, wer in der Kirchengemeinde hauptamtlich tätig ist. Sie wählen den Pfarrer und wachen über die Finanzen. Gottesdienst und Kirchenmusik, Kindergarten und Diakoniestation, Kinder- und Jugendarbeit, Angebote für Senioren und Bildungsarbeit sowie vieles andere mehr sind Themen, um die sie sich kümmern.

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