Herbolzheim Tafel erhält viel Unterstützung

Ihre Räume sind der Hebrolzheimer Tafel zu engr geworden – ein Neubau dringend notwenig. Dafür ist die gemeinnützige Organisation auf finanzielle Unterstützzung angewiesen. Auch für ihre Kunden bittet die Tafel jetzt zur Weihnachtszeit um Spenden.

Herbolzheim. Warum der Neubau der Tafel notwendig ist, erklärte Tafel-Ehrenamtliche Lilli Ruddies bei einem Rundgang durch das jetzige Gebäude: Es ist einfach zu eng. In Herbolzheim kommen die gespendeten Waren an, werden neu abgepackt, und auf den eigenen Laden sowie auf die Awo Riegel und die Tafeln in Ettenheim und Endingen verteilt. Sowohl diese Räume als auch die Verkaufsräume bieten nur wenig Platz für die bis zu 20 – überweigend ehrenamtlichen – Helfer und die Kunden der Tafel. "Wenn dann noch Kinder dabei sind oder die Kunden mit den vollen Einkaufstaschen raus wollen, wird es eng", weiß Ruddies. Zumal auch die Anzahl der Tafel-Kunden steigt.

Erschwert wird der Neubau durch die aktuelle Personalsituation: Für vier Fahrer läuft das Förderprogramm beim Jobcenter aus. Eine neue gesetzliche Regelung erschwert dessen Fortführung, die Tafel ist deshalb auf der Suche nach Fahrern und in Verhandlungen mit dem Jobcenter.

Den benötigten Neubau unterstützen will unter anderem die katholische Seelsorge-Einheit Herbolzheim-Rheinhausen. Ende September initiierten Bürgermeister Thomas Gedemer und Pfarrer Stefan Meisert die "Biblische Weinprobe" mit Erzbischof Stephan Burger und der Badischen Weinkönigin 2015/16 Isabella Vetter. Den Erlös des Eintritts sowie die Spenden an diesem Abend ergaben – aufgerundet durch die Kirchengemeinde – einen Betrag von 2500 Euro.

Weitere 5000 Euro spendeten Walter Reinhardt und Anja Hofstetter von der Geschäftsführung von "Walter und Reinhardt" anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Firma. Statt Feierlichkeiten in größerem Rahmen abzuhalten stellten die Ingeniergesellschaft, die bereits in der vierten Generation Tragwerke entwickelt und optimiert, das Geld lieber der Hilfsorganisation zur Verfügung.

Bei Edeka Echle hingegen hatten die Kunden bei der Aktion "Pfandtastisch" ein Jahr lang die Möglichkeit, ihre Pfandbons zu Gunsten der Herbolzheimer Tafel zu spenden. Stolze 1000 Euro kamen so zusammen, die Edeka-Inhaber Matthias Echle der Tafel in Form von Reis, Nudeln und Tee zur Verfügung stellt. Denn gerade diese Grundnahrungsmittel sind aufgrund ihrer langen Haltbarkeit bei der Tafel Mangelware und werden gerade zu Weihnachten dringend benötigt.

Aus diesem Grund hat die Seelsorge-Einheit Herbolzheim-Rheinhausen zur Aktion "Eine Tüte Güte" aufgerufen, in der sie bittet darum, eine Tüte mit Grundnahrungsmittel oder Hygienartikeln zu füllen und bis zum zweiten Adventssontag im Gottesdienst oder im Pfarramt abzugeben.

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