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Herbolzheim Sechs wollen das Amt

Der Gemeindewahlausschuss mit Bürgermeister Ernst Schilling an der Spitze hat die Bewerbungen geprüft und alle Kandidaten zur Wahl zugelassen. Am 24. September entscheiden die Herbolzheimer über die Nachfolge Schillings, der am 1. Dezember in den Ruhestand tritt. Foto: Ande

Jetzt ist es amtlich: Bei der Bürgermeisterwahl in Herbolzheim werden sich sechs Kandidaten um das Amt bewerben. Der Gemeindewahlausschuss hat am Dienstagabend alle Bewerbungen zugelassen.

 

Herbolzheim. Die sechste und letzte Bewerbung reichte Bernd Dosch ein: Der Ortsvorsteher von Orschweier, von Beruf Polizeibeamter beim Polizeirevier Emmendingen, möchte "in Herbolzheim Verantwortung übernehmen und diese schöne Stadt gemeinsam mit den Bürgern, dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Stadtverwaltung weiterentwickeln und in eine erfolgreiche Zukunft führen", wie er schreibt. Die geografische Lage der Stadt sei sehr gut, die Infrastruktur intakt und das kulturelle Angebot beeindruckend. Der Familienvater (drei Kinder) ist seit mehr als zehn Jahren Ortsvorsteher und Ortschaftsrat in Orschweier und hat einen Sitz als CDU-Stadtrat in Mahlberg.

Der Nachfolger von Bürgermeister Ernst Schilling, der am 1. Dezember in den Ruhestand geht, wird am 24. September zusammen mit dem Bundestag gewählt. Ein möglicher zweiter Wahlgang würde am 8. Oktober stattfinden.

Als erster Kandidat hatte der 46-jährige Jürgen Rein aus Herbolzheim (ledig, ein Sohn) Ende Juni seinen Hut in den Ring geworfen. Er arbeitet als Vertriebsmitarbeiter bei einem Systemhaus in Freiburg. Ebenfalls in Herbolzheim lebt Thomas Groß (52) mit seiner fünfköpfigen Familie. Beruflich ist er als Fachlehrer für Sport und Technik an der Werkrealschule in Freiamt tätig. Albrecht Fischer (1971 in Achern geboren) ist mit seiner Firma (Kommunikationsberatung, Automatisierung von Publikationsprozessen) in einer Freihandelszone in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässig. Fischer ist parteilos, ledig und kinderlos. Georg Binkert (55, verheiratet, vier Kinder) ist in Herbolzheim beispielsweise als SPD-Stadtrat und als Vorstandsmitglied in der BI Bahn aktiv und als Unternehmer im Bereich der ener­getischen Gebäudesanierung tätig. Der Herbolzheimer Thomas Gedemer (44, verheiratet, zwei Kinder) ist persönlicher Referent des Erzbischofs von Freiburg.

Diese sechs Bewerber möchten den Chefsessel im Herbolzheimer Rathaus erobern.

 > Ein Abend, sechs Bewerber: Am Freitag, 15. September, erhalten die Herbolzheimer die Gelegenheit, alle Kandidaten für das Amt des Bürger meisters kennenzulernen. Von 18.30 bis 22.30 Uhr wird es in der Breisgauhalle zur öffentlichen Kandidatenvorstellung kommen. Bürgermeister Ernst Schilling rechnet mit einem vollen Haus. Die Stadt werde für 1000 bis 1500 Zuhörer bestuhlen, sagte er in der Sitzung des Gemeindewahlausschusses am Dienstag. Dabei greift er auch auf persönliche Erfahrungen zurück. Bei seiner ersten Wahl in Herbolzheim vor 21 Jahren seien 1500 Menschen in der Breisgauhalle gewesen.

 > Ein Tag, zwei Wahlen: Am Sonntag, 24. September, entscheiden nicht nur die Deutschen über die neue Zusammensetzung des Bundestags, sondern auch die Herbolzheimer über den Bürgermeister für die nächsten acht Jahre. Ernst Schilling, noch bis zum 30. November Chef der Stadtverwaltung, geht davon aus, dass am Wahlabend bis 19.30 Uhr die Bundestagswahl ausgezählt sein dürfte und bis etwa 20.30 Uhr die Bürgermeisterwahl. ma

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