Herbolzheim "Repräsentant über die Region hinaus"

Der FV Herbolzheim hat sein 100-jähriges Bestehen mit einem etwas anderen Festbankett gefeiert. Statt langgeschwungenen abseitsverdächtigen Reden, gab es einen zielstrebigen Ablauf, wie er dem Fußball geziemt. Mit dabei: Trainerlegende Volker Finke.

Die Verbundenheit und Identifikation mit dem Fußballverein schlug sich auch in den Ehrungen zum 100-jährigen Bestehen des FV Herbolzheim nieder. Nicht weniger als 67 Personen wurden für ihre jahrzehntelange Treue ausgezeichnet. Neue Ehrenmitglieder: Mit Clemens Pflieger, Richard Stubert und Armin Schmidt stehen ab sofort drei neue Ehrenmitglieder in den Reihen. Dieter Sanft wurde für seine zwölfjährige Vorreiterrolle im Präsidialamt zum Ehrenpräsidenten ernannt. Weitere Ehrungen

Auf 70 Jahre zurück blicken Siegfried Bauer, Gerhard Dörr, Alexander Huser, Eugen Kuen, Fritz Roscher und Karl Witt.

60 Jahre halten dem Verein die Treue: Peter Bellgardt, Gerhard Berblinger, Felix Dörr, Albert Eichelberg, Walter Herr, Erwin Hess, Rolf Kirnberger, Alfred Kranich, Manfred Marko, Helga Maurer, Rolf Mutschler, Walter Rink, Dieter Sanft, Werner Schmidt, Richard Stubert, Albrecht Wahl und Bernd Wrana.

Für 50 Jahre FVH-Treue gingen Ehrungen an: Manfred Beckmann, Helmut Bührer, Werner Dörr, Siegfried Heß, Karl Huser, Eduard Huser, Karlheinz Jäger, Dieter Rupp, Dieter Kranich, Günter Scheffcyk, Erich Spitz, Otmar Tränkle und Friedrich Weingardt. Das 40-Jährige feierten: Franz Dörr, Thomas Fees, Karlheinz Jäger, Dieter Kranich, Edgar Kunzer, Peter Müller, Martin Mutz, Thomas Talosi, Ewald Schmidt und Holger Schnabel. Christian Klomfass und Marcel Schmidt gehören seit einem Vierteljahrhundert dazu. Besondere Verdienste: Dazu gehörten Bernd Wrana, Albrecht Wahl, Artus Ams, Oliver Schunk, Willi Erfurt, David Pflieger, Marcel Arnold, Marko Hunn, Patric Maier, Johannes Stubert, Steffen Herzog, Thomas Mall, Heinrich Fees, Bernd Rees und Kurt Heidenreich

Herbolzheim. Schwungvoll wie auf dem Sportgelände des Landesligajubilars begann der Festakt in der voll besetzen Breisgauhalle mit der Stadtmusik unter Bastian Lohnert. Ein Ereignis dieses Ausmaßes feiert man am besten mit vielen Freunden, empfahl Moderator Manfred Schäfer. Die Liste dieser Freunde reichte bis in die Vorstandsetage des Deutschen Fußballbunds.

Von einem bewegten Jahr für den Verein, berichtete FVH-Präsident Clemens Pflieger. Denn parallel zum Spielbetrieb und zu den Feierlichkeiten des Jubiläums standen zig Arbeitseinsätze für die Platzsanierung an. Mit vielen Helfern seien die Vorhaben bei Wind und Wetter, bei Hitze und Kälte aber gemeistert worden.

Dem FVH ist unter Clemens Pflieger der Neuanfang geglückt

100 Jahre bedeuteten nicht nur angenehme Meisterschaften, sondern auch schmerzvolle Niederlagen. Immer wieder hatten die Mannschaften und der Vereinsvorstand mit passenden Antworten die Flauten zu überwinden. Den schwärzesten Moment galt es 2008 zu korrigieren. Präsident, Vorstand, Trainer und zwei Handvoll Leistungsträger kehrten dem FVH auf einmal den Rücken. Neben dem daraus resultierenden Abstieg war die finanzielle Schieflage das größere Übel.

Aber dem neu firmierten Präsidenten Clemens Pflieger gelang der Neuanfang. Ihm ist es zu verdanken, dass im heutigen Liha-Präzision-Stadion der Ball wieder auf hohem Landesliganiveau rollt. Dafür wurden dem seit neun Jahren im Amt befindlichen ersten Mann für sein "Lebenswerk FVH" höchste Weihen vom Ehrenamtsbeauftragten des DFB, Bruno Trenkle, verliehen. Er würdigte die Verdienste mit dem Ehrenpreis der Dachorganisation.

Der letztjährige Sommerhit "Bella Ciao" ist genauso alt wie der Fußballverein. Mit einer Tanzeinlage zu diesem Hit drückten die D-Jugendlichen der Spielgemeinschaft Breisgau abermals aufs Tempo. Der Präsident des Südbadischen Fußballverbands, Thomas Schmidt, fand passende Worte für den Jubelclub. Den Menschen sei gedankt, die mit so viel Leidenschaft Verantwortung einbrachten und noch einbringen werden. In der schnelllebigen Zeit herrsche ein starker Konkurrenzkampf in Sachen Nachwuchsförderung. Beim FVH seien die Zeichen erkannt und die Weichen mit der Platzsanierung und dem Clubhausumbau rechtzeitig gestellt worden. Ohne Ehrenamt sei ein solcher Kraftakt niemals möglich. Fußball sei bei weitem nicht nur Bundesliga. 80 000 Amateurspieler treten Woche für Woche in Deutschland gegeneinander an.

Auf der Festbühne positionierte sich eine Elefantenrunde in Sachen Fußball. Das Podiumsgespräch leitete Manfred Schäfer. Für Bürgermeister Thomas Gedemer ist der Fußballverein ein Repräsentant bis weit über die Region hinaus. Zur Weiterentwicklung des Sportkonzepts sei aber auch eine neue Sporthalle notwendig, wann für diese der Spatenstich stattfinden könnte, dazu wollte er sich aber nicht äußern.

Gleichlautende Lobeshymnen kamen auch vom Präsidenten des Bunds Deutscher Fußball-Lehrer, Lutz Hangartner, und dem Bezirksvorsitzenden des Südbadischen Fußballverbands Arno Heger.

Volker Finke lobte Sanierungsmaßnahmen im Jubiläumsjahr

Der ehemalige Bundesligatrainer des SC Freiburg, Volker Finke, plauderte aus seinem kurzweiligen Trainerleben, das ihn von Freiburg über Japan bis nach Kamerun geführt habe. Der Einladung des FVH habe er spontan zugesagt, weil Herbolzheim beste Voraussetzungen für eine fußballerische Infrastruktur schuf, weshalb er dem Verein "rosige Zeiten" prophezeite. Zudem verband er mit Herbolzheim positive Erinnerungen: Als unter der damaligen Ägide von Achim Stocker Stadionumbauten anstanden, reiste Finke des Öfteren an den Rand des Breisgaus, um bei der Firma Stahlbau Freyler die Konstruktionen abzuklären.

Sascha Schröder, Trainer der ersten Mannschaft des FVH, sieht sich im Jubiläumsjahr trotz acht Punkten Rückstand zur Tabellenspitze noch nicht aus dem Meisterschafsrennen. Bisher sei die Spielerdecke recht dünn gewesen. Das bessere sich zusehends, was sich auch in den letzten Resultaten widerspiegelte. Der Verein sei aber bodenständig genug, um einen Nichtaufstieg zu verkraften.

Nach Badischem Schäufele mit hausgemachtem Kartoffelsalat traten Künstler des Europa-Parks aus Rust auf. Grußworte von Vereinsvertretern aus dem Umland folgten. Im Namen der örtlichen Vereine sprach Jürgen Geiger Dankesworte, bevor eine Vielzahl von Ehrungen den Festakt beschlossen. Analog der Atmosphäre im Freiburger Schwarzwaldstadion intonierte die Musikkapelle abschließend das Badnerlied. Mehrere Hunderte Besucher sangen leidenschaftlich stehend mit.

Herbolzheim. Schwungvoll wie auf dem Sportgelände des Landesligajubilars begann der Festakt in der voll besetzen Breisgauhalle mit der Stadtmusik unter Bastian Lohnert. Ein Ereignis dieses Ausmaßes feiert man am besten mit vielen Freunden, empfahl Moderator Manfred Schäfer. Die Liste dieser Freunde reichte bis in die Vorstandsetage des Deutschen Fußballbunds.

Von einem bewegten Jahr für den Verein, berichtete FVH-Präsident Clemens Pflieger. Denn parallel zum Spielbetrieb und zu den Feierlichkeiten des Jubiläums standen zig Arbeitseinsätze für die Platzsanierung an. Mit vielen Helfern seien die Vorhaben bei Wind und Wetter, bei Hitze und Kälte aber gemeistert worden.

Dem FVH ist unter Clemens Pflieger der Neuanfang geglückt

100 Jahre bedeuteten nicht nur angenehme Meisterschaften, sondern auch schmerzvolle Niederlagen. Immer wieder hatten die Mannschaften und der Vereinsvorstand mit passenden Antworten die Flauten zu überwinden. Den schwärzesten Moment galt es 2008 zu korrigieren. Präsident, Vorstand, Trainer und zwei Handvoll Leistungsträger kehrten dem FVH auf einmal den Rücken. Neben dem daraus resultierenden Abstieg war die finanzielle Schieflage das größere Übel.

Aber dem neu firmierten Präsidenten Clemens Pflieger gelang der Neuanfang. Ihm ist es zu verdanken, dass im heutigen Liha-Präzision-Stadion der Ball wieder auf hohem Landesliganiveau rollt. Dafür wurden dem seit neun Jahren im Amt befindlichen ersten Mann für sein "Lebenswerk FVH" höchste Weihen vom Ehrenamtsbeauftragten des DFB, Bruno Trenkle, verliehen. Er würdigte die Verdienste mit dem Ehrenpreis der Dachorganisation.

Der letztjährige Sommerhit "Bella Ciao" ist genauso alt wie der Fußballverein. Mit einer Tanzeinlage zu diesem Hit drückten die D-Jugendlichen der Spielgemeinschaft Breisgau abermals aufs Tempo. Der Präsident des Südbadischen Fußballverbands, Thomas Schmidt, fand passende Worte für den Jubelclub. Den Menschen sei gedankt, die mit so viel Leidenschaft Verantwortung einbrachten und noch einbringen werden. In der schnelllebigen Zeit herrsche ein starker Konkurrenzkampf in Sachen Nachwuchsförderung. Beim FVH seien die Zeichen erkannt und die Weichen mit der Platzsanierung und dem Clubhausumbau rechtzeitig gestellt worden. Ohne Ehrenamt sei ein solcher Kraftakt niemals möglich. Fußball sei bei weitem nicht nur Bundesliga. 80 000 Amateurspieler treten Woche für Woche in Deutschland gegeneinander an.

Auf der Festbühne positionierte sich eine Elefantenrunde in Sachen Fußball. Das Podiumsgespräch leitete Manfred Schäfer. Für Bürgermeister Thomas Gedemer ist der Fußballverein ein Repräsentant bis weit über die Region hinaus. Zur Weiterentwicklung des Sportkonzepts sei aber auch eine neue Sporthalle notwendig, wann für diese der Spatenstich stattfinden könnte, dazu wollte er sich aber nicht äußern.

Gleichlautende Lobeshymnen kamen auch vom Präsidenten des Bunds Deutscher Fußball-Lehrer, Lutz Hangartner, und dem Bezirksvorsitzenden des Südbadischen Fußballverbands Arno Heger.

Volker Finke lobte Sanierungsmaßnahmen im Jubiläumsjahr

Der ehemalige Bundesligatrainer des SC Freiburg, Volker Finke, plauderte aus seinem kurzweiligen Trainerleben, das ihn von Freiburg über Japan bis nach Kamerun geführt habe. Der Einladung des FVH habe er spontan zugesagt, weil Herbolzheim beste Voraussetzungen für eine fußballerische Infrastruktur schuf, weshalb er dem Verein "rosige Zeiten" prophezeite. Zudem verband er mit Herbolzheim positive Erinnerungen: Als unter der damaligen Ägide von Achim Stocker Stadionumbauten anstanden, reiste Finke des Öfteren an den Rand des Breisgaus, um bei der Firma Stahlbau Freyler die Konstruktionen abzuklären.

Sascha Schröder, Trainer der ersten Mannschaft des FVH, sieht sich im Jubiläumsjahr trotz acht Punkten Rückstand zur Tabellenspitze noch nicht aus dem Meisterschafsrennen. Bisher sei die Spielerdecke recht dünn gewesen. Das bessere sich zusehends, was sich auch in den letzten Resultaten widerspiegelte. Der Verein sei aber bodenständig genug, um einen Nichtaufstieg zu verkraften.

Nach Badischem Schäufele mit hausgemachtem Kartoffelsalat traten Künstler des Europa-Parks aus Rust auf. Grußworte von Vereinsvertretern aus dem Umland folgten. Im Namen der örtlichen Vereine sprach Jürgen Geiger Dankesworte, bevor eine Vielzahl von Ehrungen den Festakt beschlossen. Analog der Atmosphäre im Freiburger Schwarzwaldstadion intonierte die Musikkapelle abschließend das Badnerlied. Mehrere Hunderte Besucher sangen leidenschaftlich stehend mit.

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