Herbolzheim Neuer Standort kommt gut an

Glühweinduft und Lichterglanz, tolle Geschenkideen und kulinarische Genüsse: Alles, was das Herz im Advent begehrt, war auf dem Herbolzheimer Weihnachtsmarkt zu finden. Dessen Ortswechsel hat sich bewährt.

Herbolzheim. Der neue Schauplatz, weg vom Marktplatz hin zum Torhaus, kam gut an. An beiden Tagen strömten die Gäste zu den mehr als 40 Buden.

Der veranstaltende Verein Handel und Gewerbe (HuG) hatte bei der Auswahl der Aussteller wieder auf Qualität und Vielfalt geachtet. Weihnachtlicher Schmuck, Deko-Artikel, Handarbeiten, hölzerne Kunst und Likörspezialitäten waren ebenso vertreten wie klassische Adventsgestecke. Natürlich gab es auch jede Menge kulinarischer Genüsse – die vielen Besucher konnten sich mit Gewürztee, Flammenkuchen, Fladenbroten oder Weihnachtsstollen stärken. Heiß begehrt war der Glühwein.

Der Wechsel zum Torhaus-Areal wurde von den meisten Gästen als geglückt bezeichnet. An alter Marktstätte hatte einige Besucher die bunt-blinkende Schaufensterbeleuchtung der dortigen Geschäfte gestört. Pluspunkte sammelte am neuen Schauplatz dagegen die geschlossene Bauweise rund um einen mächtigen Weihnachtsbaum, der an der Hauptstraße vermisst worden war.

Schon bei der Eröffnung durch Bürgermeister Thomas Gedemer und den HuG-Vorsitzenden Philipp Ulmer war der Zuspruch enorm. Der Rathauschef lud zum Verweilen ein, Ulmer wünschte angenehme Stunden und viel Spaß dabei, Advents- und Weihnachtsartikel günstig zu erwerben.

Aus mehreren Buden duftete es verführerisch nach kulinarischen Genüssen. Die leckere Bewirtung gehört einfach dazu, stellte das Herbolzheimer HKG-Original Ger­- hard Unmüssig fest, der das neue Konzept ebenfalls begrüßte. Etwas weitläufiger, etwas lebendiger gestaltete sich der Umtrieb auf dem neuen Schauplatz.

Für Abwechslung sorgte das Rahmenprogramm. Die Herbolzheimer Schulen und Kindergärten schickten junge Musiker auf die Bühne, die vor dem Torhaus platziert war. Auffallend die vielen Kinder, die mit ihren Eltern Lust auf Theater hatten. Für sie öffnete sich der Vorhang im Torhaus gleich viermal: Das Kasperltheater führte die Stücke "Gretel und die Furzelwurzel" sowie "Schnuffi sucht den Weihnachtsmann" auf. Selbstverständlich drehten auch der Nikolaus und sein treuer Knecht Ruprecht ihre Runden und versüßten den Kleinen den Aufenthalt.

Auch die Landfrauen waren im Einsatz und luden bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen zum gemütlichen Plausch ins Torhaus ein. Ein Blickfang nach einbrechender Dunkelheit waren neben dem Christbaum auch die in Indigoblau angeleuchteten Bäume dort.

Alle Jahre wieder tut die HuG mit ihrer Aktion "Herbolzheimat hilft" Gutes. Mit dem Reinerlös aus dem Losverkauf werden bedürftige Familien unterstützt, damit alle Kinder an Weihnachten Grund zur Freude haben.

Nachdem Jutta Kühnert und Hans-Jürgen Enz bei der Hauptversammlung im Juni ihre Ämter im Vorstandsteam abgegeben haben, hat sich das Organisationsteam des Vereins Handel und Gewerbe (HuG) neu aufgestellt. Den diesjährigen Weihnachtsmarkt haben Jörg Schimanski und Niklas Springmann zusammen mit dem HuG-Vorsitzenden Philipp Ulmer mit viel Aufwand und Arbeitseinsatz organisiert und geplant. Dafür bedankte sich Ulmer bei ihnen. Ein weiterer Dank galt der Stadtverwaltung: "Ohne ihre Hilfe würde wir den Weihnachtsmarkt jedes Jahr mit einem großen Defizit abschließen, erklärte Ulmer. Die Stadt beteiligt sich jedes Jahr mit einem Zuschuss am Weihnachtsmarkt und stellt den Platz dafür kostenlos zur Verfügung. Zudem richten die Bauhof-Mitarbeiter stets am Tag vor dem Markt alle Hütten auf und sorgen mit einem großen Christbaum für eine schöne Stimmung. "Insgesamt wenden wir für den Weihnachtsmarkt jedes Jahr eine fünfstellige Summe auf", machte Bürgermeister Thomas Gedemer im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich.

  • Bewertung
    0