Herbolzheim Neue Ladesäule für Elektro-Autos

Freuen sich über die neue Ladesäule am Torhaus: Herbolzheims Bürgermeister Thomas Gedemer (links) und Andreas Götz, Kommunalberater der EnBW. Foto: Göpfert Foto: Lahrer Zeitung

Herbolzheim investiert in die E-Mobilität: Auf dem öffentlichen Parkplatz am Torhaus können ab sofort Elektroautos aufgeladen werden.

Von Julia Göpfert

Herbolzheim. "Kann man an dieser Ladesäule schnelladen?", fragte ein zufällig vorbeifahrender Autofahrer gleich, als die neue Ladesäule bei einem Pressetermin offiziell vorgestellt wurde. Andreas Götz, Kommunalberater der EnBW, bejahte das und erklärte: "Vor ein paar Jahren wäre die Aufmerksamkeit für so eine Ladesäule noch nicht so groß gewesen, doch mittlerweile nimmt der Anteil der E-Autos zu, flächendeckende Tankmöglichkeiten für diese werden immer wichtiger.

"Wir haben Wert darauf gelegt, dass die Ladesäule an häufig frequentierten Orten stehen, wo möglichst viele Leute sie nutzen können", erklärt Herbolzheims Bürgermeister Thomas Gedemer.

Die neue Ladesäule ermöglicht das gleichzeitige Laden von zwei Elektrofahrzeugen mit bis zu 22 Kilowatt Ladeleistung. Außerdem ermöglichen zwei Schuko-Ladepunkte mit bis zu 3,7 Kilowatt das Aufladen von Elektrofahrrädern. Die Kosten richten sich nach der Dauer der Benutzung. Errichtet wurde die Ladesäule von der EnBw, die auch mit den Kunden abrechnet. Bezahlt werden kann über Chip, per Prepaid-Karte oder per QR-Code über die App "EnBW mobility +".

Die App zeigt ihren Benutzer nicht nur an, wo in der Nähe des Benutzers Ladesäulen vorhanden sind, sie weiß auch, ob diese gerade frei oder in Benutzung sind. "Zukünftig ist auch geplant, dass man sich mit der App eine Ladesäule für einen bestimmten Zeitpunkt reservieren kann, um so geplant sein Auto aufladen zu können", verrät Götz. Eine Tankfüllung dauert über das Schnelladen etwa eine halbe Stunde. Für den benötigten Strom ist ein Tarif hinterlegt. "Mit einer Tankfüllung für etwa fünf Euro kommt man je nach Modell 100 bis 120 Kilometer weit", schätzt er.

Gekostet hat die neue Ladesäule 10 000 Euro, 40 Prozent hat der Bund über einen Förderzuschuss getragen. Außer dieser Ladesäule am Torhaus gibt es in Herbolzheim noch eine weitere am Rathaus. "Sie war eine der ersten Ladesäulen der Region", erinnert sich Götz.

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