Herbolzheim Heitere Suche nach einem Mörder

Das Ensemble der Theater-AG freute sich, dass seine Aufführung den Zuschauern so gut gefallen hatte. Foto: Meier Foto: Lahrer Zeitung

Es war eine beeindruckende Vorstellung: Die jungen Protagonisten der Theater-AG der Emil-Dörle-Schule haben mit der Aufführung von "Mord im Altenheim" ihre Zuschauer begeistert. Das Stück hatten sie selbst verfasst.

Herbolzheim. Zahlreiche Besucher kamen zur Premiere am Sonntagabend und zur zweiten Vorstellung am Montagabend. Am Montag- und Dienstagvormittag gab es dann noch Aufführungen für die Schüler der Emil-Dörle-Schule.

Wer ist der Mörder? Der Koch, einer der Bewohner des Altenheims oder vielleicht doch ein Verwandter, der regelmäßig zu Besuch kommt? Die ulkige Krimi-Komödie, die unter der Regie der beiden Lehrerinnen Susanne Gäng und Isabell Mack einstudiert worden war, lud den Theaterbesucher dazu ein, selbst seine Schlüsse zu ziehen, zu kombinieren, abzuwägen und nach einem möglichen Motiv Ausschau zu halten. Nicht immer hatten die Polizisten den richtigen Riecher, hin und wieder schlugen sie die falsche Richtung ein. Ein echter Krimi eben. Es blieb spannend bis zum Schluss.

Wer also hat das Trinkwasser vergiftet? Wer trachtet nach dem Leben der Bewohner oder Angestellten des Altenheims? Am Ende konnte eine der Figuren des Stücks dingfest gemacht werden. Es war der Arzt. Damit hatten zu Beginn des Stücks wohl die wenigstens gerechnet. Wirkte er doch unschuldig bis zuletzt. Um so größer war dann die Überraschung, als er als Täter entlarvt wurde.

Hinter den Schülern liegen viele Proben

Umso begeisterter zeigte sich das Publikum über die tolle, spannende und überraschende Handlung des Stücks, das von den Schülern komplett selbst geschrieben worden war. Lob für diese grandiose Leistung gab es auch von Rektorin Nanni Laupheimer, die sich bei den Schülern für ihre Engagement, ihre pfiffigen Ideen und für ihre Ausdauer bedankte. Zahlreiche Proben liegen hinter den Schülern. "Das habt ihr wirklich super gemacht", hob Laupheimer hervor. Respekt, verbunden mit großem Dank sprach sie auch Susanne Gäng und Isabell Mack aus.

Seit vielen Jahren zeigen sich die beiden Lehrerinnen für die Theater AG des Dörle-Schule verantwortlich. Dabei gelingt es ihnen jedes Jahr aufs Neue, mit einem Stück zu begeistern (siehe Info-Kasten). Auch die Idee, die Schüler selber am Entstehungsprozess eines Theaterstücks teilhaben zu lassen, ist ein voller Erfolg. "Mord im Altenheim" war bereits die zweite Inszenierung, welche die Schüler gemeinsam mit ihren Regisseurinnen selbst geschrieben und in Dialoge umgewandelt haben.

Auftakt war im vergangenen Jahr mit dem Stück "Träume", das bei den Zuschauern bereits sehr gut angekommen war.

Die Theater-AG der Dörle-Schule ist laut Selbstbeschreibung "offen für alle Schüler, die gern in fremde Rollen schlüpfen und sich auf der Bühne ausprobieren möchten". Jedes Jahr im Januar startet die AG mit einem neuen Stück – wer mitmachen will, meldet sich bei Susanne Gäng oder Isabell Mack.

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