Herbolzheim "Eine der besten im Landkreis"

102 Einsätze galt es für die Abteilungswehr in 2018 zu bewältigen. Das ist der bisherige Höchststand, den man in der Galurastadt registrierte. Seit Jahresbeginn rückte die Wehr bereits 29 Mal aus.

Herbolzheim. Ein Jahr unter der Kommandantur von Timo Reinbold und seinem Stellvertreter ist vorbei. Mehrere Großprojekte galt es 2018 einzuleiten. So steht die Planung für den Neubau des Gerätehauses ganz oben auf der Agenda.

Dazu kommt die Aus- und Fortbildung. Die vielseitigen Abläufe und Handgriffe müssen zügig und routiniert vonstatten gehen. Für die optimale Ausbildung werden in den Proben die theoretischen Kenntnisse praktisch vertieft und angewandt. Sieben Mal traf sich die Abteilung zu Objektproben, zweimal die Gesamtwehr. Dazu wurden Atemschutz- und Maschinistenproben angeordnet.

Nachwuchsarbeit stimmt die Wehr optimistisch

Haupteinsatzbereich ist nach wie vor die Technische Hilfeleistung, sie umfasst knapp der Hälfte des Gesamtpensums. Brände und Explosionen sind auf 33 Prozent Gesamtanteil angestiegen. 2018 wurden neun Personen aus ihren misslichen Lagen gerettet. Gesamtkommandant Martin Hämmerle stellte fets, dass sich die Bauhofschleife bewährt hat. Bei dieser werden zu den kleineren Einsätzen wie Ölspurenbeseitigung nur gezielt die Feuerwehrleute gerufen, die bei der Stadt beschäftigt sind, damit nicht alle Feuerwehrleute ihre Arbeitsplätze verlassen müssen.

Aktuell hat die Herbolzheimer Feuerwehr eine Mannschaftsstärke von 53 Aktiven, die unbedingt gehalten werden soll. Gezielte Nachwuchsarbeit bei der Jugend stimmen Reinbold optimistisch, diese Zielvorgabe zu erreichen. Neben Bahlingen ist Herbolzheim die zweite Wehr im Landkreis, die eine Kinderabteilung ins Leben rief. 18 Jugendliche und 14 Kinder sind derzeit in Herbolzheim dabei.

Erfreulich ist, dass das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20 bereits im Frühjahr 2020 geliefert werden soll. Das Tanklöschfahrzeug 23/2 wird im Ringtausch an die Abteilung Wagenstadt übergeben. Derzeit läuft noch der Antrag für einen dringend benötigten Mannschaftstransportwagen. Auch das Gerätehaus entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft, die An- und Abfahrt im Alarmfall sehr gefährlich. Reinbold pochte in seinen Ausführungen dringend für einen Neubau, der mit dem DRK-Ortsverein gemeinsam genutzt werden soll.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Karl Weiß stellte der Wehr ein gutes Zeugnis aus: Er lobte deren Einsatz, stellte aber fest, dass das ehrenamtliche Engagement der Wehrleute an seine Grenzen stoße. Gleiche Belobigung kam auch vom Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Nico Zimmermann, der die Wehr als eine der besten im Landkreis einstufte.

Feuerwehrabzeichen in bronze (15 Jahre): Rene Kühnert, Matthias Fetsch, Tobias Tränkle, Serkan Gezer, Alexander Rothenhäusler und Daniel Wohlschlegel

Ehrenmedallie in Silber: Hans-Peter Nehring für seine angjährige Führungs und Ausbildungstätigkeit

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