Herbolzheim Ein Glücksfall für die Schule

Nanni Laupheimer ist die neue Rektorin der Emil-Dörle-Schule in Herbolzheim. Foto: Meier Foto: Lahrer Zeitung

Nanni Laupheimer ist die neue Rektorin der Emil-Dörle-Schule in Herbolzheim. Seit dem 1. August ist sie im Amt und freut sich auf das neue Schuljahr, das am 10. September beginnt. Zuvor arbeitete sie als Konrektorin in Bad Krozingen.

Herbolzheim. Mit einem strahlenden Lächeln geht Laupheimer den Weg in ihr Büro, an der Aula entlang, durchs Lehrerzimmer und am Sekretariat vorbei. Jedem dem sie begegnet Schüler, Eltern, Lehrer oder Hausmeister, allen schenkt sie eine herzliche Begrüßung. Hin und wieder werden auch Hände geschüttelt –­ meistens, wenn sie auf neue Kollegen oder Eltern trifft, die sich ihr vorstellen. Um ihre neue Schule kennenzulernen, war die Rektorin im abgelaufenen Schuljahr für ein paar Stunden in Herbolzheim.

Die Leidenschaft für die Lehre hat die neue Rektorin bereits als junge Erwachsene für sich entdeckt. "Eigentlich wollte ich ja Musikerin werden", erinnert sie sich. Aber dann "als ich 18 Jahre alt geworden bin, habe ich Kinder und Jugendliche auf den Wettbewerb ›Jugend musiziert‹ vorbereitet und schnell gemerkt, wie viel Freude es macht, junge Menschen zu lehren". Im Jahr 1998 begann sie, an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg Chemie, "Mensch und Umwelt" und natürlich auch Musik zu studieren. Nach dem Referendariat an der Realschule der Heimschule St. Landolin in Ettenheim war sie nach einem Jahr an den Heimschulen unter anderem in Heitersheim und Kirchzarten tätig.

Bis zu ihrem Dienstbeginn in der Galurastadt arbeitete die Pädagogin, Jahrgang 1968, als Konrektorin in Bad Krozingen. Dort übernahm sie auch für ein Jahr das Amt der kommissarischen Schulleiterin. "Diese Zeit war ganz besonders gewinnbringend und ich habe gemerkt, dass mir diese Tätigkeit viel Freude bereitet", erzählt sie.

Der Blick für die Fähigkeiten jedes Einzelnen ist ihr besonders wichtig

Für Laupheimer war deshalb schnell klar, dass sie selbst eine Schule leiten möchte. Dann kam die Zusage, Rektorin der Herbolzheimer Emil-Dörle-Schule zu werden. Für die Verbundschule, bestehend aus Werkreal- und Realschule ist sie ein Glücksfall. Denn die gebürtige Friedrichshafenerin kennt beide Schularten sehr gut und weiß um ihr Potenzial. "Ich habe in beiden Schularten unterrichtet und möchte es auch jetzt wieder tun." Besonders wichtig ist ihr, einen Blick dafür zu haben, was jeder Einzelne mitbringt und Synergien zu nutzen. Einen hohen Stellenwert ihrer pädagogischen Arbeit haben deshalb auch der Austausch, die Kooperation und die Vernetzung mit Kollegen besonders aber auch mit den Eltern.

"Für eine gelungene Elternarbeit braucht es die Eltern im Boot", hebt die dreifache Mutter hervor. Die Rektorin erinnert sich an eine der ersten Begegnungen mit Eltern. Es war während der Abschlussfeier im Juli. Als Gast hat sie der Feier beigewohnt. "Ich war schon auf dem Weg zu gehen, da haben mich Eltern angesprochen und mich gefragt, ob ich nicht noch ein bisschen bleiben und zu ihnen stehen möchte, das war sehr schön", bemerkt sie.

Der symphytischen Frau wurde von allen Seiten von Anfang an viel Interesse entgegengebracht. Es ist ihre offene Art und ihr wertschätzender Umgang mit ihren Mitmenschen, die es leicht machen mit ihr ins Gespräch zu kommen- ein Glücksfall für Herbolzheim.

Die Emil-Dörle-Schule in Herbolzheim besuchen derzeit mehr als 800 Schüler, 500 davon sind Realschüler, 300 Werkrealschüler. Unterrichtet werden sie von rund 80 Lehrern. Zudem arbeiten an der Schule zwei pädagogische Assistenten, zwei Schulsozialarbeiter, vier Hausmeister und zwei Sekretärinnen. Die Schule führt zu Hauptschul-, Werkrealschul- und Realschulabschluss. Die Schüler lernen dabei nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch bei den vielfältigen außerschulischen Projekten. Zum Beispiel beim Schüleraustausch mit Herbolzheims Partnerstadt in Frankreich, Sisteron.

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