Herbolzheim E-Ladestation als "Vorzeigeprojekt"

Probierten die neue E-Ladestation auf dem Europa-Park-Rasthof als Erste aus (von links): Staatssekretär Steffen Bilger, Rasthof-Betreiber Karl-Heinz Schneider und Bundestagsabgeordneter Peter Weiß. Foto: Göpfert Foto: Lahrer Zeitung

Beim Europa-Park-Rasthof Herbolzheim kann man ab sofort sein Auto nicht nur auftanken, sondern auch mit Strom aufladen: Neben einem 50 kW-Ladegerät gibt es dort drei Ultra-Schnelllader, welche eine Leistung von 175 kW bis 350 kW aufweisen.

Herbolzheim. Aufgeladen werden kann dort jede für Deutschland zugelassene Automarke. "Jede Ladetechnik, jede Steckerart und jede benötigte Ladeleistung ist dort vorhanden", erklärt Oliver Kaul, Network Development Manager vom Betreiber Fastned, stolz. Die Solarmodule auf dem Dach decken den Strombedarf der Anlage selbst, also das, was für Licht und im Stand-By-Modus benötigt wird. Zudem ist die Anlage so angelegt, dass sie problemlos erweitert werden kann. Der Ladevorgang kann durch die Fastned-App oder mit einer Ladekarte gestartet werden. Die Abrechnung erfolgt über Ladekarte, EC-Karte oder Kreditkarte.

"Bei Fastned hat uns die Leistungsfähigkeit der Anlage und nicht zuletzt die Tatsache überzeugt, dass die bereitgestellte Energie zu 100 Prozent aus erneuerbarer Wind- und Sonnenenergie besteht", erklärt Karl-Heinz Schneider, Betreiber des Europa-Park-Rasthofs. Die Investition in die Anlage sieht er als Investition in die Zukunft: "Kein Zweifel, die E-Mobilität kommt, und als umweltbewusster Dienstleister möchten wir da von Anfang an dabei sein."

Kosten der Anlage: 500 000 Euro

500 000 Euro hat die Anlage gekostet, ohne eine Förderung der Bundesregierung wäre das kaum finanzierbar gewesen. "Ich bin dankbar für die Förderungen, die in den Mittelstand fließen", erklärte Schneider. Ein schönes Zeichen an den Mittelstand war es seiner Ansicht nach auch, dass bei der offiziellen Einweihung neben den Vertretern einiger E-Fahrzeug-Hersteller und Bürgermeister Thomas Gedemer, auch Steffen Bilger, der parlamentarische Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, sowie Bundestagsabgeordneter Peter Weiß (CDU) und Felix Fischer (FDP) zugegen waren.

Der Staatssekretär selbst zeigte sich vom Projekt begeistert. "Das ist ein Vorzeigeprojekt", lobte er. "In den Städten sieht die Abdeckung mit E-Ladesäulen mittlerweile gut aus, aber gerade an den Autobahnen haben wir noch Nachholbedarf, damit man mit dem E-Auto auch große Strecken zurücklegen kann." Die Ladesäule schließe so eine wichtige Lücke auf der viel befahrenen A 5 nahe Frankreich und der Schweiz. In der Stadt Herbolzheim selbst ist es die vierte Ladestation.

Bereits seit 1998 wird der Europa-Park-Rasthof in Herbolzheim CO2-neutral bewirtschaftet, erläuterte Betreiber Schneider – dank dem 76 Meter hohem Windrad beim Autohof.

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