Herbolzheim Bleichheim hat Ideen für die Zukunft

Bleichheims Ortsvorstehrin Regine Glöckle (Mitte) diskutierte mit den Bürgern über Ideen für den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Foto: Göpfert Foto: Lahrer Zeitung

"Unser Dorf hat Zukunft", so heißt der Titel des Landeswettbewerbs, an dem Bleichheim teilnehmen will. Ziel dabei soll sein, neue Impulse für das Dorfleben zu bekommen.

Bleichheim. Ob man am Wettbewerb wirklich teilnehmen sollte, darüber war Bleichheims Ortsvorsteherin Regine Glöckle zunächst noch unsicher gewesen. Seit dem ersten Treffen sind diese Zweifel jedoch verflogen: Knapp 40 Teilnehmer waren gekommen. Weitere hatten vorab ihre Unterstützung zugesagt.

Was macht Bleichheim aus? Was hat es für Besucher zu bieten? Warum wohnen die Menschen dort oder möchten dorthin zurückkehren? Das sind die Kernfragen, die beantwortet werden sollen. Dabei ist der Wettbewerb nicht mehr nur ein reiner Schönheitswettbewerb. Nur knapp 20 Prozent zählen die Grüngestaltung und Gartenkultur im Dorf. Wichtiger sind Zukunftsperspektiven und wirtschaftliche Initiativen sowie soziale und kulturelle Aktivitäten. Auch die Baugestaltung und die Siedlungsentwicklung fließen ein, machte Hansjörg Haas vom Ortschaftsrat deutlich, der beim Landratsamt Ortenau für Obst, Gartenbau und Landespflege zuständig ist. Weitere Unterstützung gab es von Peter Stier vom Rieder BUND.

"Wichtig ist nicht, dass wir gewinnen, sondern dass wir aufbrechen", hob Glöckle hervor. So mache die Wettbewerbskommission einen Bericht, in dem sie auch konkrete Empfehlungen mache und Hilfestellungen für die Entwicklung des Dorfs gebe. In Gruppen wurde über Ideen für den Wettbewerb diskutiert.

Präsentation: Wenn die Kommission sich Bleichheim ansieht, solle das spannend sein, forderte Glöckle: "Ich stelle mir vor, dass wir durch den Wald laufen und dann treffen wir etwa auf die Kindergartenkinder oder der Musikverein kommt plötzlich aus einem Seitenweg vorbei und spielt ein Lied – Hauptsache, es wird nicht langweilig." Die KJD schlug außerdem vor einen Imagefilm übers Dorf zu drehen und ein Quiz zu veranstalten.

Kurzfristige Projekte: Vorschläge waren ein überdimensionales Insektenhaus, das in einer Väter-Kinder-Aktion entstehen könnte. Eine weitere Idee war, einen Blühstreifen zwischen Feuerwehrhaus und Schloss anzulegen. Soziale und kulturelle Aktivitäten: Cornelia Held leitete die Gruppe, die all die "vielen guten Sachen, die es in Bleichheim gibt", zusammentrug und sich Möglichkeiten zur Weiterentwicklung überlegte. Als besonders wichtig kristallisierte sich dabei ein fester Treffpunkt für die Bevölkerung außerhalb von Vereinen heraus. Auch Veranstaltungen wie eine Mini-After-Work-Party, oder ein Neubürgerempfang wurden gewünscht. Der ÖPNV sei prinzipiell gut ausgestattet, gewünscht wurden jedoch noch ein Mitfahrbänkle sowie eine Bushaltestelle Richtung Bleichtalausgang. Ansonsten wünschten sich die Teilnehmer noch eine Tagespflege sowie generationsübergreifende Angebote. Zudem wurde der Vorschlag gemacht, alle Dienste von Handwerkern vor Ort zu bündeln, um einen besseren Überblick über diese zu bekommen. Weitere Wünsche waren ein öffentlicher Bücherschrank, ein Ausbau der Nachbarschaftshilfe und eine Ehrenamtsbörse. Grünflächen: Das Thema  Grünflächen in Bleichheim leitete Haas. Ideen dazu waren etwa Blüh- und Fruchtflächen sowie Gewässerrandstreifen anzulegen und Teiche und Amphibien-Schutzgebiete mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Auch das Feuerwehrhaus soll eine Fassadenbegrünung bekommen, was der Ortschaftsrat auch schon beschlossen hat. Zudem wurde eine Wegsanierung gewünscht.  Baugestaltung: Für renovierungsbedürftige, leere Ökonomiegebäude könne man Fördergelder beim Entwicklungsprogramm ländlicher Raum beantragen. Bei einer Begehung sollen Leerstände kartiert werden, um so Renovierungen auf den Weg bringen zu können. Auch die Bauminseln im Baugebiet Untere Breite sollen nun nach 30 Jahren verbessert werden.

Einen Sortierungsabend für die Ideen soll es am Montag, 17. Februar, ab 19 Uhr im Probelokal des Musikvereins Bleichheim geben. An diesem Tag trifft sich auch die KJD, mit Moritz Vetter, der Medientechnik studiert, um mit ihm über die Umsetzung des Wirtschaftsfilms zu sprechen. Wirtschaftliche Initiatoren will Glöckle noch einmal zusätzlich an einen Tisch holen. Wer sich noch am Wettbewerb beteiligen will, kann Regine Glöckle per E-Mail an r.gloeckle@stadt-herbolzheim.de schreiben.

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