Heimspiel zum Saisonstart BSC steht erneut vor der Herausforderung Regionalliga

Felix Gieger
Tobias Klein und der Bahlinger SC – hier im Testspiel gegen den SC Lahr – starten am Samstag in die vierte Regionalliga-Saison nacheinander. Foto: Fissler

Mit einem Heimspiel gegen die Reserve des VfB Stuttgart startet der Bahlinger SC in seine vierte Regionalliga-Saison in Folge. Wie bisher auch, steht der Klassenerhalt ganz weit oben auf der Agenda – offensive Neuzugänge sollen dabei helfen.

Die Generalprobe vor dem Ligaauftakt ist dem Bahlinger SC so gerade gelungen. Mit 2:1 gewann man in der ersten Pokalrunde beim Landesligisten Wyhl, der entscheidene Treffer fiel dabei durch ein Eigentor kurz vor Schluss. Doch zu hoch will man das Zustandekommen nicht hängen. Denn es war ein Spiel auf ein Tor gegen zehn Verteidiger, 90 Prozent Ballbesitz hatte der BSC. "Die Mannschaft ist marschiert", sagt Trainer Axel Siefert.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Dennis Bührer geht der Orschweierer in sein fünftes Jahr im Kaiserstuhlstadion. Als gleichberechtigtes Duo teilen sich die beiden die Arbeit auf – der Erfolg der vergangenen Jahre gibt ihnen und den Verantwortlichen Recht. Was jedoch nicht heißen soll, dass man in Bahlingen seine Demut verliert. "Es ist jedes Jahr eine Herausforderung in der Regionalliga zu spielen", sagt Siefert. Es ist nicht das erste Mal, dass er diesen Satz sagt, der seit Tag eins in der vierthöchsten Spielklasse Bestand hat.

Denn mehr als eine Handvoll der Konkurrenten sind Profiteams, beim BSC sind Trainer und Spieler gleichermaßen nebenberuflich in der Regionalliga unterwegs. Auch der Etat der Kaiserstühler dürfte im ligaweiten Vergleich am unteren Ende des Klassements liegen. Klar, dass Siefert daher erst einmal betont, dass man "schnellmöglich" die nötigen Punkten sammeln will, um nicht in den Abstiegskampf zu geraten.

Die Neuen sollen die Offensive verstärken

Aus diesem hatte man sich in der Vergangenheit gut rausgehalten, zweimal wurde man zuletzt Neunter, im Jahr davor landete der Bahlinger SC auf Rang elf. In der vergangenen Saison wäre sogar noch mehr drin gewesen, zum Saisonende ging dem BSC jedoch die Luft aus – auch weil die U23 im (erfolgreichen) Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga unterstützt wurde.

Das Hauptproblem war in der Vorsaison die Chancenverwertung, zu selten zappelte der Ball im gegnerischen Netz. Das soll sich nun ändern, die Neuverpflichtungen im Sommer wurden gezielt gewählt, um die Offensive zu stärken – gleichzeitig soll jedoch die defensive Stabilität gewahrt werden. Sandro Rautenberg (FC Waldkirch), Fabio Kinast (Offenburger FV), Laurin Tost (1. FC Rielasingen-Arlen), Kolja Herrmann (VfR Aalen), Serhat Ilhan (TSV Steinbach Haiger) und Hassan Mourad vom Freiburger FC sind neu im Kaiserstuhlstadion.

Dementsprechend hatten Siefert und Bührer in diesem Jahr in der Vorbereitung einiges zu tun, einige Neue mussten integriert werden. Siefert spricht in diesem Zusammenhang von einer "anderen Vorbereitung" als in den Jahren zuvor, als kaum Neuzugänge integriert werden mussten. Das genaue Leistungsvermögen sei daher schwer abzuschätzen, sagt Siefert, der mit allen Neuzugängen zufrieden ist. "Wir sind fit. Aber ich denke, dass wir spielerisch noch ein bisschen brauchen werden."

Das dürfte jedoch vielen Clubs in der Liga so gehen, auch der Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart, die am Samstag (14 Uhr) zum Saisonauftakt in Bahlinger gastiert. Als "sehr, sehr schwierig einzuschätzen" bezeichnet Siefert die Stuttgarter U23, die als Durchgangsmannschaft naturgemäß oft mit anderem Personal aufläuft. Doch daran will sich Siefert nicht lange aufhalten. "Unser Ziel ist ganz klar, dass Spiel zu gewinnen", sagt Siefert vor dem Saisonstart.

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