Heiligenzell Festarkaden werden abgebaut

Nur für ein Fest gebaut: Die Arkaden auf dem alten Heiligenzeller Sportplatz müssen abgerissen werden. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

von Christine Bohnert-Seidel

Aus für die Festarkaden: Der Ortschaftsrat hat die weitere Nutzung der Holzkonstruktion auf dem Sportplatz Heiligenzell untersagt. Auch der Sportverein wünscht dort keine weiteren Feste.

Heiligenzell. Alle Finger zeigten bei der Beschlussfassung zur weiteren Nutzung der Festarkaden nach oben – der Ortschaftsrat lehnte am Mittwochabend mit einstimmigem Votum die weitere Nutzung der Festarkaden für Feierlichkeiten ab. Zudem forderte Siegfried Gambert, Vorsitzender des SV Heiligenzell, die Verwaltung dazu auf, Roland Herzog zur Eile zu treiben, damit der Sportplatz spätestens Ende September wieder als Trainingsplatz für den Verein zur Verfügung steht. Von den 22 Besuchern des Ratssitzung spendeten nahezu alle Beifall für diese klare Entscheidung.

In einem Antrag wollte die Feuerwehrabteilung Friesenheim den Festplatz mit Arkaden für ihr Fest zum 125-jährigen Bestehen mit Kreisfeuerwehrtag der Gesamtwehr Friesenheim beanspruchen.

Der Rat zeigte sich konsterniert über das Ansinnen, zumal seit der Planung der Festarkaden das Versprechen und die Rechtsgrundlage vorherrschten, dass mit dem Rückbau der Festarkaden begonnen wird, sobald das Festwochenende vorbei ist. "Wir stehen vor der Tatsache, unser dem Sportverein gegebenes Wort einzuhalten", betonte Ortsvorsteher Gerold Eichhorn. "Wenn man sich nicht mehr auf das Wort von Gemeinderat und Ortschaftsrat verlassen könnte, wäre es um uns schlecht bestellt", fügte Brigitta Schrempp (CDU) an. Vielmehr sei die Bevölkerung dem Sportverein Heiligenzell zu großem Dank verpflichtet, weil dieser den Platz zur Verfügung gestellt habe.

Förderverein hatte Abbau bereits zugesagt

Der Förderverein "1000 Jahre Friesenheim und Heiligenzell“ hatte gegenüber dem Sportverein die Zusage erteilt, dass es sich bei den Arkaden um ein einmaliges Event handele und der Sportplatz unmittelbar nach Abschluss der Feier wieder in den Ursprungszustand zurückversetzt an den Sportverein übergeben wird. Der SV wünscht außerdem keine weitere Veranstaltung auf der ihm verpachteten Anlage. Der "Alte Sportplatz" ist dem SV per Pachtvertrag vom 1. Januar 1987 zur alleinigen Verwendung für sportliche Zwecke überlassen. Für die 1000-Jahr-Feier stellte der Sportverein den Platz vorübergehend zur Verfügung.

Die einmalige Nutzung als Festgelände wurde den Anliegern zugesagt und deshalb von diesen toleriert, erläuterte Gerold Eichhorn. Auch der Bebauungsplan "Im Ried" schreibt die Nutzung als Sportplatz vor.

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