Heiligenzell Bezahlbarer Wohnraum für junge Familien

Ein neues Baugebiet entsteht in Heiligenzell hinter dem Pfarrhaus, dem ehemaligen Kloster und der Kirche. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Schnell hat Heiligenzell ein Neubaugebiet. 42 Bauplätze sollen auf dem ehemaligen Klostergelände entstehen. Erste Häuser sollen 2022/23 errichtet werden.

Heiligenzell. Eigentlich sollte in Heiligenzell erst in ein paar Jahren wieder mit ein Neubaugebiet entwickelt werden. Aber mit dem Umbau des ehemaligen Klosters zur ersten kommunalen Kindertagesstätte muss im rückwärtigen Bereich eine neue Straße erschlossen werden. Daran grenzt ein Grundstück von 3,125 Hektar, das sich durch den Kauf des Klosters im vergangenen Jahr im Eigentum der Gemeinde befindet.

Eigentumsverhältnisse machen Plan möglich

Diese Eigentumsverhältnisse sind Ursache für den Bebauungsplan, der mit seiner voraussichtlichen Geschwindigkeit nur vergleichbar mit der Entwicklung des Alten Sportplatzes in Schuttern ist. Bauamtsleiter Markus Reinbold rechnet mit einem Planungsverfahren von 1,5 Jahren, "sollten keine unvorhergesehenen Dinge eintreten".

Ortsvorsteherin Brigitta Schrempp erklärte das die benötigte neue Straße im rückwärtigen Bereich der neuen Kindertagesstätte jetzt Heiligenzell ein Neubaugebiet beschere. Dieses biete vor allem aufgrund von kleineren ausgewiesenen Grundstücken, bezahlbaren Wohnraum für junge Familien ermögliche.

Zwei Varianten zur möglichen Bebauung haben dem Ortschaftsrat vorgelegen. Beide wurden von Reinbold vorgestellt. Mehrheitlich bei sieben zu einer Stimme wurde die zweite Variante gewählt, die die meisten Bauplätze ausweise. In der Summe gestalte sich das Neubaugebiet mit Reihenhaus, Doppelhaus oder Mehrfamilienhaus.

Die maximale Größe eines Grundstücks in Reihen- oder Doppelhausbebauung betrage zwischen 200 und 300 Quadratmeter. Kleine Gartengrundstücke fügten sich an. Kleinere Grundstücke machten Bauland für Familien bezahlbar. Das ehemalige Schusterhaus auf dem Gelände soll erhalten bleiben.

Drei Mehrfamilienhäuser wären auf der nördlichen Seite zum Friedhof und zum Friedhofsweg geplant. Maximal sei hier eine Bebauung von fünf Wohneinheiten pro Gebäude vorgesehen. "Kleiner geht immer, aber in diesem Fall nicht größer", so Reinbold.

Die Straße zum Friedhof soll verbreitert werden und so Begegnungsverkehr zulassen. Weiter soll der Verkehr auch über die Oberweirer Straße abgeführt werden. Diese Verkehrsführung bereitet einigen Heiligenzellern Kopfzerbrechen. Siegfried Gambert bemerkte in der Frageviertelstunde aus dem Publikum: "All ihr jungen Väter, denkt an eure Kinder in Kindergarten und Grundschule. Bis heute haben wir die Oberweierer nicht ausgebremst bekommen." Ortsvorsteherin Brigitta Schrempp, erklärte, diese Frage werde bei der kommenden Besprechung des Verkehrskonzepts geklärt werden.

In das gesamte Baugebiet wird ein Fußwegenetz integriert. Über die Anzahl von Parkplätzen wird ebenfalls in einer weiteren Sitzung beraten.

Bei aller Geschwindigkeit wird dennoch ein Schritt nach dem anderen getan. Das bedeutet, am 18. November wird der Gemeinderat die positiven Signale aus Heiligenzell zum Bebauungsplan und Aufstellungsbeschluss beraten und auf den Weg bringen.

Das Baugebiet wird so schnell möglich, weil In diesem Jahr noch die Ausnahme im Baugesetzbuch gilt, dass Baugebiete, die eine gewisse Größe nicht überschreiten, nach vereinfachtem Verfahren im Außenbereich behandelt werden. Heiligenzell erfüllt mit einer Fläche von 3,125 Hektar diese Voraussetzung.

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