Hausach Weise macht Platz für einen Jüngeren

Bereitschaftsleiter Dirk Hildebrand (Mitte) wurde bei der Hauptversammlung vom Ortsvorsitzenden Wolfgang Weise (links) und den Kreisvorsitzenden Jürgen Nowak ausgezeichnet Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Hausachs DRK-Vorsitzender Wolfgang Weise wird sich im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl stellen, wie er während der Hauptversammlung bekannt gegeben hat. Er will Platz für einen Jüngeren an der Spitze des Ortsvereins machen.

Hausach. Er hatte es bereits in der ersten Vorstandssitzung des vergangenen Jahres angekündigt. "Nicht, weil ich keine Lust mehr habe, sondern weil es Vernunftgründe sind", erklärte er der Versammlung hinsichtlich seines Alters. Sein Amt als Bereitschaftsarzt werde er aber weiterhin gerne ausführen.

In den Vorstandssitzungen des vergangenen Jahres seien Belange und Wünsche diskutiert worden, es gehe aber immer auch um Anschaffungen. "Diese nehmen ab, weil die großen Anschaffungen in den vergangenen Jahren getätigt wurden", erklärte Weise.

In Sachen Brandeinsatz beim Europa-Park Rust fand er es ungewöhnlich, mit welcher Intensität gehandelt worden sei. Viele Rettungskräfte seien angefordert worden, womit eine zeitaufwendige Nachalarmierung erst gar nicht nötig wurde. "Und wenn auch viele Rettungskräfte nicht gebraucht wurden, waren wir bereit – deshalb heißt es ja auch Bereitschaft."

Bei den drei Blutspenden hätte sich der rückläufige Trend weiter fortgesetzt, ein echter Grund sei dafür nicht auszumachen. "Es ist sehr schade, weil das Blut so dringend benötigt wird und jeder in eine Notsituation geraten kann", bedauerte Weise. Ein Thema, über das viel geredet, aber wenig gesagt werde, sei das Rettungswesen mit Notärzten, Einsatzfahrzeugen und der Besatzung. "Wenn man erlebt, wie routiniert, ruhig und fachkundig Sie Ihre Arbeit machen, merkt man, dass Sie nicht nur eine gute Ausbildung genossen haben, sondern mit Herz und Seele ihren Dienst tun", bedankte sich der Vorsitzende.

Das Jugendrotkreuz hänge nicht einfach nur am Roten Kreuz dran, sondern sei die Jugendarbeit und Zukunft des Ortsvereins. "Wir können mit dem Erreichten glücklich sein und haben ein Auskommen mit dem Einkommen", resümierte der Vorstand am Ende.

Kassierer Markus Harter gewährte einen Blick in die Finanzen des Vereins und befand zum Schluss: "Wir haben ein gutes Eigenkapital-Polster, mit dem kleinen Fehlbetrag am Jahresende können wir gut leben."

Als stellvertretender Bereitschaftsleiter gab Thimo Letzeisen einen Überblick über die Dienstabende, Übungen und Einsätze. "Insgesamt wurden 2776 Stunden geleistet", resümierte er und schlüsselte die Zahlen auf. Mit 895 Stunden entfiel der Löwenanteil auf die Sanitätsdienste bei Sport-, Fastnachts- und sonstigen Veranstaltungen, bei den Blutspende-Terminen wurden insgesamt 590 Stunden geleistet.

Für die Sanitätsdienste bildete sich Marina Seel zum Rettungshelfer weiter, die Sanitätsausbildung absolvierten Ann-Marie Decker sowie Marie Block und zu Gruppenleitern wurden Samori Sarcone und Stefano Caggiano ausgebildet.

Kreisverbandsvorsitzender Jürgen Nowak informierte kurz über das neue Einsatzleitfahrzeug, das der Schnelleinsatzgruppe dienen soll und im Falle einer größeren Schadenslage mit mehreren Verletzten oder einer Katastrophe zum Einsatz kommen wird. Dann dient es als Kommandozentrale zur Koordination aller beteiligten DRK-Kräfte. "Derzeit wird es in der Wolfacher Firma Rauber ausgebaut und wird im Oktober in den Dienst gestellt", blickte Nowak voraus.

DRK-Kreisvorsitzender Jürgen Nowak ehrte Bereitschaftsleiter Dirk Hildebrand für seine 15-jährige Mitgliedschaft im Hausacher DRK. Ortsvorsitzender Wolfgang Weise hatte neben einem Präsent auch eine Anekdote aus seiner Zeit als Assistenz-Arzt im Wolfacher Krankenhaus Mitte der 1970er-Jahre parat. Erst Mitte der 1980er-Jahre sei das Rettungswesen langsam eingeführt und ausgebaut worden. "Wir haben hier im Kinzigtal eine hervorragende Versorgung", betonte Weise.

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