Hausach Umweltdetektive sind im Einsatz

Die kleinen Detektive zeigten vollen Einsatz im Bach und am Waldrand. Foto: Beule Foto: Schwarzwälder Bote

Was lebt eigentlich im Fluss? Und welche Insekten gibt es in der Wiese? Diesen und weiteren Fragen sind 20 Kinder im Rahmen der Ferienspaß-Veranstaltung "Umweltdetektive" mit den Hausacher Naturfreunden nachgegangen.

Hausach. "Guck mal, ich habe einen Grashüpfer gefunden", erklärt eines der Kinder freudestrahlend. Ratzfatz verschwindet das kleine Insekt in einem durchsichtigen Becher mit Lupe an der Oberseite. "Jetzt können wir ihn beobachten", ruft er seinen Freunden zu und macht sich daran, seinen Fund zu dokumentieren.

Die 20 Umweltdetektive im Alter von sieben bis 12 Jahren sind am Waldrand und Bächle nahe der Unterführung Richtung Einbach im Einsatz. Und Einsatz bedeutet auch, die Hosen hochzukrempeln und ins klare Bachwasser zu steigen, um den Lebensraum zu erkunden. Ein beherzter Griff ins Wasser kann dabei nicht schaden, um Wasserläufer und Köcherfliegenlarven in die kleinen Eimer zu befördern. Auch Steine dürfen hochgehoben werden – schließlich sind die scheuen Bachbewohner nicht ganz so leicht zu finden. "Nachher werden die Tiere natürlich wieder freigelassen", erklärt Jasmin Schneider von den Hausacher Naturfreunden gut gelaunt. Doch zuvor kommen die Funde in einen großen Eimer und werden gemeinsam bestimmt.

Einige der Kinder sind bereits zum zweiten Mal dabei, andere haben schon am Zeltlager der Naturfreunde teilgenommen, erzählt Schneider. "Wir haben hier also einige Experten dabei." Mit an Bord sind neben den Kindern auch insgesamt vier Betreuer. Gerade für Kinder sei es eine interessante Erfahrung, einfach mal in den Bach zu steigen, sagt sie mit Blick auf die Mädchengruppe, die gerade durch das Wasser stapft. Von "Ih" oder "Bäh" keine Spur bei den Detektiven. Auch gefundene Pflanzen werden später von der Gruppe bestimmt.

Ein paar Meter weiter, am Waldrand und auf der Wiese sind die Jungs mit ihren Behältern und Schaufeln unterwegs, um Grashüpfer, Spinnen und Co. zu suchen. "Leider ist bei der momentanen Dürre in den Wiesen nicht allzu viel los", sagt Schneider. Die Jungs sind trotzdem erfolgreich und präsentieren sich gegenseitig ihre Funde. Die Insekten kommen in ein Terrarium und werden später gemeinsam bestimmt.

Neben dem Suchen und Finden füllen die Kinder auch Fragebögen aus. Darin dokumentieren sie, wo sie welches Tier gefunden haben. Zur Not helfen die Bestimmungsbücher, die die Naturfreunde mitgebracht haben.

Zum Abschluss des Nachmittags in der Natur bekommt jedes Kind seinen persönlichen Umweltdetektiv-Ausweis. "Der kann übrigens auch erweitert werden", erklärt Schneider. Denn die Aktion gibt es beispielsweise auch zum Thema Luft.

Das Ziel des Umweltbildungskonzepts der Naturfreundejugend ist es, einen direkten und emotionalen Zugang zur Natur und Lebensumwelt der Kinder zu schaffen. Die Natur soll ganzheitlich, mit allen Sinnen und aktiv handelnd wahrgenommen werden.