Hausach Systematische Entwicklung ist nötig

Claudia Cassiani (von links), Frauke Ebert und Ralf Schneider unterzeichnen die Zielvereinbarung. Foto: Dorn Foto: Schwarzwälder Bote

Die von den Kaufmännischen Schulen Hausach mit dem Regierungspräsidium ausgehandelte Zielvereinbarung für dieSchulentwicklung ist kürzlich unterzeichnet worden. Sie gilt für die kommenden fünf Jahre.

 

Hausach . Ralf Schneider, der kommissarische stellvertretende Leiter im Referat Berufliche Schulen am Regierungspräsidium Freiburg, Claudia Cassiani, die zuständige Regionalreferentin für die beruflichen Schulen im Ortenaukreis, und Schulleiterin Frauke Ebert unterschrieben die Vereinbarung.

Für Schneider war es nach 16 Jahren die Rückkehr an seine Ausbildungsschule. Er gestand ihr zu, "die tolle Schule geblieben zu sein", die er damals als Referendar kennenlernen durfte.

Mit dieser Feststellung umriss Schneider gleichzeitig die Notwendigkeit für eine systematische Entwicklung, die es der Schule ermögliche, losgelöst von einzelnen Personen positive Aspekte weiter zu verbessern, Prozesse zu initiieren und damit Schülern wie Lehrkräften einen Nutzen zu stiften.

Als eine von wenigen Schulen hatten die Kaufmännischen Schulen Hausach schon im Jahr 2012 eine aus dem Leitbild abgeleitete Präambel der eigentlichen Zielvereinbarung vorangestellt, die nun um einige Ziele ergänzt wurde.

Neu aufgenommen und schulintern beispielsweise an einem "Runden Tisch" lebhaft diskutiert, wurde der schon lange im Schulleitbild verankerte Satz "Wir leben Schule als Gemeinschaft". Vor dem Hintergrund rückläufiger Schülerzahlen sollen hierzu in den kommenden drei Schuljahren das Profil der Schule geschärft und die Schulgemeinschaft insgesamt besser aufgestellt werden.

Soll-Werte und Indikatoren entwickelt

Die schulische Qualitätsentwicklungs-Beauftragte Gretel Lehmann-Schilowsky stellte die verschiedenen Bereiche vor, für die bis 2023/24 Ziele, Indikatoren und Soll-Werte entwickelt worden sind. Das galt insbesondere im Bereich Unterrichtsentwicklung, beispielsweise mit einem Mentorenprogramm in der zweijährigen Berufsfachschule und Kennenlerntagen im Wirtschaftsgymnasium sowie im Bereich Feedback.

Schneider beglückwünschte Ebert dazu, dass gemeinsam mit dem Kollegium eine Fortschreibung der Zielvereinbarung gelungen sei. Diese bezwecke, den Nutzen des Qualitätsmanagements im schulischen Alltag unmittelbar erfahrbar zu machen. Ebert ist Schneiders ehemalige Kollegin, denn sie ist erst im Frühjahr aus dem Regierungspräsidium auf die Schulleiterinnen-Stelle nach Hausach gewechselt.

Im Anschluss an die Unterzeichnung der Zielvereinbarung bestand für die Lehrkräfte die Gelegenheit, mit den Vertretern des Regierungspräsidiums zu sprechen.

Das Konzept OES beschreibt ein System aus schulinterner Qualitätsentwicklung und veränderter administrativer Steuerung für die beruflichen Schulen in Baden-Württemberg. Bausteine der schulinternen Arbeit sind Leitbildentwicklung, Selbstevaluation und Qualitätsentwicklung,

Individualfeedback und Qualitätsdokumentation. Teambildung, Projekt- und Prozessmanagement sowie schulinternes Informations- und Kommunikationsmanagement sind erfahrungsgemäß unabdingbar für die Entwicklungsarbeit. Besondere Bedeutung kommt den Bereichen Unterricht und Schulführung zu. Sie stehen im Zentrum der Qualitätsentwicklung und werden von allen beruflichen Schulen in OES bearbeitet. Das neue Steuerungskonzept umfasst außerdem regelmäßig stattfindende Fremdevaluationen und darauf aufbauende Zielvereinbarungen zwischen Schulen und Verwaltung. Mit dem neuen Qualitätskonzept der Kultusministerin, Susanne Eisenmann, wurden die Fremdevaluationen ausgesetzt. Zielvereinbarungen zwischen Schulen und Verwaltung werden bis auf Weiteres dennoch geschlossen.

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