Hausach Nachwuchs gesucht und gefunden

Der Arbeitskreis der Partnerschaft Hausach-Arbois freut sich über Verstärkung. Foto: Reinhard Foto: Schwarzwälder Bote

Der Hilferuf der Vorsitzenden sind erhört worden: Mehrere Interessierte hatten sich zu Sitzung des Arbeitskreises Hausach-Arbois eingefunden, um sich über dessen Arbeit zu informieren und ihre Mithilfe anzubieten.

Hausach. "Ein so volles Haus hatten wir schon lange nicht mehr", freute sich die Vorsitzende Angela Menke. Sie habe einen Hilferuf – "einen Notruf will ich es nicht nennen", betonte sie – in die Öffentlichkeit geschickt, weil der Arbeitskreis (AK) dringend personelle Verstärkung braucht. Seit Ende der 1970er-Jahre sei sie Mitglied im Arbeitskreis, seit 2012 dessen Vorsitzende.

"Ich kann auf viele bereichernde Begegnungen zurückschauen, die vergangenen 40 Jahre waren toll", sagte Menke. Dann sei der AK in die Jahre gekommen, "nicht nur ich, sondern auch meine Mitstreiter", so Menke. Sie sorge sich um den Nachwuchs.

"Wir sind alte Leute, wenn sich nicht bald etwas bei uns ändert, sehe ich schwarz. Nicht nur für die Partnerschaft, sondern für Europa", führte die AK-Vorsitzende aus, denn: "Europa beginnt im Kleinen." Europa sei für die meisten normal geworden, junge Menschen könnten alleine reisen und bräuchten dafür keine Städtepartnerschaft mehr.

Sie selbst wolle angesichts ihre Alters mit über 70 Jahren nicht mehr die einzige im AK sein, die übersetzen kann. "Ich kann das nicht mehr alleine", sagte Menke. Der Gegenpart, die "Jumelage", in Frankreich habe auch Probleme, aber andere als die Hausacher. Insbesondere Helfer, "kundige Bürger", suche der AK. "Leute, die bereit sind, nach Frankreich mitzufahren und präsent zu sein", führte Hartmut Märtin vom Kultur und Tourismusbüro Hausach aus.

Im weiteren Verlauf der Sitzung besprachen die Mitglieder des AK einen Besuch der französischen Freunde, für den einige Gäste noch in Hausacher Familien untergebracht werden mussten und die noch eine Begleitung fzu den Programmpunkten während ihres Besuchs brauchten.

Den Interessierten wurde außerdem das Biou-Fest in Arbois erklärt, bei dem das übergroße "Biou", eine riesige Traube, in einer Art Erntedankfest gefeiert wird.

Menke betonte außerdem, dass es sie freue, dass die Hausacher Kirchen sich in den AK einbringen wollen. "Ich habe auch in Frankreich schon mal vorgefühlt, wie es in diesem Bereich aussieht, das wird mit dem dortigen neuen Pfarrer nun angegangen", so die Vorsitzende. Alt-Bürgermeister Manfred Wöhrle schlug weiter vor, alle Schulen einzubeziehen, nicht nur das RGG.

Anschließend wurde offen in die Runde gefragt, wer bereit wäre, sich wieder im AK zu engagieren. Zu den "alten Hasen" gesellten sich einige neue Gesichter. Auch ein paar junge Frauen erklärten sich bereit, mitzumachen. Besonders freute Menke, dass Jessica Hug, die am RGG als Französisch-Lehrerin arbeitet, zu ihnen gehört.

"Ich bin glücklich, dass heute Abend Nachwuchs gefunden wurde. Das macht Hoffnung, dass es weiter geht mit der Partnerschaft. Es ist wichtig, dass diese Freundschaft auch in Zukunft gepflegt wird." Diese Worte von Manfred Kienzle, dem Gründungsbürgermeister der Partnerschaft, beschlossen die Sitzung.

Der Arbeitskreis setzt sich aus Bürgern und Stadträten zusammen. Die Mitglieder sind ab sofort: Sybille Schmider, Hans Hörtz, Michael Waitz, Christel Kern Gabriele Salgueiro, Madeleine Oeser, Jessica Hug, Claudia Geeren, Jana Geeren, Udo Prange, Frank Breig, Christiane Agüera Oliver, Ernst Grieshaber, Angela Menke und Helmut Datz.

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