Hausach Grünes Licht auf dem Kinzigdamm

Bürgermeister Wolfgang Hermann ging mit Monteur Horst Ludwig in die Luft. Foto: Jehle Foto: Schwarzwälder Bote

Hausach - Zukünftig weist in Hausach dem nächtlichen Spaziergänger auf dem Kinzigdamm grünes Licht den Weg. Von der Frohnau bis zur Kinzigbrücke haben die Monteure des E-Werks Mittelbaden auf LED-Straßenlampen umgerüstet.

Bürgermeister Wolfgang Hermann traf sich am Montag mit Lothar Baier, Netze Mittelbaden, zum Ortstermin nahe einer der drei Bahnunterführungen, deren Beleuchtung ebenfalls umgebaut wird. Weitere Straßenzüge sollen bis Ende des Monats folgen (siehe Info).

Im Versorgungsgebiet des E-Werks kommt das grüne Lichtspektrum erstmals zum Einsatz. Der viel frequentierte Rad- und Spazierweg eignet sich nach Aussage von Baier aufgrund der naturnahen Umgebung hervorragend dafür. Außerdem werden nachtaktive Tiere weit weniger als bisher davon angezogen.

Stromverbrauch und CO2-Ausstoß gesenkt

Dank der energieeffizienten Leuchtmittel wird sich der Stromverbrauch der Straßenleuchten beträchtlich reduzieren und damit auch der CO2-Ausstoß.

"Mit dieser aktuellen Maßnahme sparen wir jährlich zusätzlich 59 383 Kilowattstunden Strom, was über eine Laufzeit von 20 Jahren 700 Tonnen weniger Kohlendioxid entspricht", nannte der Hausacher Bürgermeister konkrete Zahlen. Neben dem Umweltschutz sind das auch für das kommunale Portemonnaie erfreuliche Aussichten.

Der Stromverbrauch konnte laut Bauamtsleiter Hermann-Josef Keller seit Beginn der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik vor rund sieben Jahren von 394 000 auf bisher 158 000 Kilowattstunden jährlich gesenkt werden. "Und da sind die 180 Leuchten vom E-Werk nicht mit eingerechnet", so Keller. Genauere Zahlen über die Einsparungen werden seiner Aussage nach im nächsten Jahr zur Verfügung stehen.

Zunächst kostet die Umrüstung natürlich etwas: rund 130 000 Euro inklusive einiger notwendiger Tiefbauarbeiten sind laut Keller für das aktuelle Projekt veranschlagt.

Die "Nationale Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit" bietet ein Förderprogramm für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen dieser Art. Um den Kriterien zu entsprechen, wurden zwei Förderanträge gestellt. Beträgt die kommunale Treibhausgasreduktion 70 Prozent, sind 20 Prozent an Fördermitteln zu erwarten. Beträgt die Einsparung 80 Prozent erhöhen sich diese auf 25 Prozent.

Bis voraussichtlich Ende des Monats sollen die bisherigen Leuchten demontiert und entsorgt sowie die LED-Straßenlampen in folgenden Bereichen aufgestellt und angeschlossen sein: Hauptstraße, Ferdinand-Reiß-Straße, Im Brachfelder, Im Eichenäcker, Alemannen- und Hauserbachstraße sowie den drei Bahnunterführungen. Nach Abschluss der Maßnahme sind alle 848 Leuchten in Hausach auf LED-Technik umgestellt und die Stadt eine der ersten Kommunen in der Region, die zu 100 Prozent auf die energieeffiziente Beleuchtung umgestellt hat.