Hausach "Einführung in die Welt der Farben"

Mehrere Gewerke hat der Zweckverband Kinzigtalbad in seiner Sitzung am Mittwochabend vergeben. Außerdem besprach er Fliesenarten und -farben sowie die Gestaltung der Außenfassade.

Hausach. Es ging um die Putzarbeiten, die Fliesen-, Platten-, Estrich- und Verbundabdichtungsarbeiten sowie um die Trockenbauarbeiten und die Akustikdecke. Auch das Gewerk für die Beckenausstattung wurde an den günstigsten Bieter vergeben. Architekt Gunnar Lehmann führte durch die Ausgaben.

Bei den Putzarbeiten erhielt das Unternehmen Förderer, ein Maler- und Gipserbetrieb aus Hausach, den Zuschlag. Es übernimmt das Gewerk für netto 75 508 Euro. Davon entfallen 71 670 Euro auf das Hallen-, 3838 Euro auf das Freibad. In der Kostenberechnung waren insgesamt 83 271 Euro vorgesehen.

Die Fliesen- und Plattenarbeiten übernimmt die Firma Anna Bau aus Annaberg für 824 867 Euro – 805 669 Euro kostet die Maßnahme im Hallenbad, 19 198 Euro am Freibad. Eingeplant waren 812 925 Euro.

Den Zuschlag für die Trockenbauarbeiten und die Akustikdecke erhielt Akustik Gesthüsen aus Kevelaer. Sie führen die Arbeiten für 232 898 Euro aus. Davon entfallen 229 058 Euro auf das Hallenbad, die Arbeiten am Freibad kosten 3840 Euro netto. Die Kostenberechnung hatte insgesamt 198 375 Euro vorgesehen.

Diesdrichs aus Hagen werden die Beckenausstattung übernehmen. Die Firma hatte ein Angebot von 67 224 Euro eingereicht. 45 815 Euro kosten die Arbeiten am Hallenbad, 21 409 Euro die am Freibad. Geplant war, 175 205 Euro auszugeben.

Momentan lägen die Ausgaben rund 500 000 Euro über dem Plan, erklärte Lehmann. "Wir können nicht hoffen, dass wir die Null noch erreichen, aber da mittlerweile rund 93 Prozent der Gewerke vergeben sind, wird es bestimmt keine Überschreitung von einer Million werden", sagte er.

"Wir haben insgesamt gesehen Glück gehabt. Es gab zwar wie vermutet unerwartete Ausgaben, aber wir bleiben unter der 500 000 Euro-Überschreitung", meinte Zweckverbandsvorsitzender Wolfgang Hermann. Die Mitglieder stimmten diesen Auftragsvergaben geschlossen zu.

Anschließend stand die "Bemusterung" auf der Tagesordnung, oder wie Hermann es ausdrückte "eine Einführung in die Welt der Farben". Lehmann hatte ein paar Muster für Fliesen und andere Flächen mitgebracht, die er in der Mitte des Sitzungssaals ausgelegt hatte. Für die Außenhülle schlug er für das Holz einen dunklen Blauton vor. Diese Farbe sei auch sehr haltbar. "Da müssen wir erst in 15 bis 20 Jahren über einen Neuanstrich nachdenken", sagte der Architekt.

Für den Innenbereich schlug er eine helle Feinsteinfliese vor. Im Außenbereich soll diese ähnlich aussehen, wenn auch etwas dunkler.

Die Kunststoffelemente an der Beckenrinne sollen grau werden. Die Abtrennung zwischen Sport- und Kinderbereich in blauen Mosaikfließen gehalten werden. Für die Fliesen im Kinderbecken schlug er ebenfalls blau vor, allerdings in einem helleren Ton. Im hinteren Kinderbereich seien weiße Fliesen vorgesehen, die mit einer Farbbeleuchtung in Szene gesetzt werden könnten.

In Bezug auf die Decke sei festzuhalten, dass dabei nicht alle Materialien zu verwenden seien, schließlich gebe es in einem Schwimmbad Faktoren wie Chlor- und Wasserdampf zu berücksichtigen. Lehmann schlug aus diesem Grund Zementplatten vor, die auch für eine gute Akustik sorgen. Das Ziel sei es insgesamt, das Bad hell zu gestalten, denn für die Atmosphäre sei die Farbe des Wassers entscheidend. Und für die brauche es die Reflexion des Himmels. Ein helles Bad fördere diese. Hermann bezeichnete die Ideen als "tolles Konzept" und das sah auch der Rest des Zweckverbands so. Er gab ein einstimmiges Veto für die Farbvorschläge ab.

Putzarbeiten:Firma Förderer, 75 508 Euro, Plan: 83 271 Euro

Fliesen-, Platten-, Estrich- und Verbundabdichtungsarbeiten: Firma Anna Bau, 824 867 Euro, Plan: 812 926 Euro

Trockenbauarbeiten und Akustikdecke: Akustik Gesthüsen, 232 898 Euro, Plan: 198 375 Euro

Beckenausstattung: Firma Diedrichs, 67 224 Euro, Plan: 175 205 Euro

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