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Hausach 120 Helfer, 500 internationale Fahrer

Bis die Fahrer auf die Strecke können, muss einiges erledigt werden. Foto: Verein

Zum 20. Mal findet in Hausach das große Mountainbike-Wochenende statt. Der Skiclub, der die Veranstaltung ausrichtet, erwartet mehr als 500 Teilnehmer. Für den Verein bedeutet das Ereignis Jahr für Jahr eine Herausforderung. Über diese und die Bedeutung der Rennen spricht Trainer Alfred Klausmann im Interview.

 

Herr Klausmann, was für einen Aufwand bedeutet die Veranstaltung für den Verein?

Einen sehr großen. Wir benötigen bis zu 20 Helfer allein beim Aufbau, insgesamt sind dann 100 bis 120 Leute im Einsatz. Ich selbst habe mir extra Urlaub genommen. Am Dienstag wurde das Siegerpodest aufgebaut, gestern das Festzelt und wir haben uns um die Streckenabsicherung gekümmert sowie das Abbändeln der Rennstrecke, des Slaloms und des Technikpacours. Heute wird das Festzelt eingerichtet, Strom und die Wasserleitungen verlegt. Und morgen stellen wir dann die Wettkampfbüros auf, sowie die Anmeldung, den Kampfrichterwagen, die Zeitnahme, stellen das Siegerpodest fertig und bringen die Werbebanner an.

Wann beginnen die Vorbereitungen?

Sie beginnen schon im August des Vorjahrs mit der Terminsuche. Man muss schauen, dass er nicht mit anderen wichtigen Rennen kollidiert. Dann geht es über den Winter weiter mit verschiedenen Maßnahmen, die man jetzt mit den Jahren kennt.

Wie ist die Veranstaltung im Vergleich zu anderen Rennen einzuordnen?

Es ist für die Klassen U 13/15/17 ein Sichtungsrennen für den Bundes- und Landes-Kader sowie Sichtung für internationale Einsätze, zum Beispiel Ländervergleichskämpfe und internationale Meisterschaften.

Wie bereiten sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder vor?

Sie trainieren seit November drei bis sieben Einheiten mit vier bis 20 Stunden pro Woche, manchmal auch zwei Einheiten pro Tag. In jedem Rennen wird ein Vereinsmitglied dabei sein.

Wie wird die Veranstaltung von den Hausachern angenommen?

Es kommen auch einheimische Zuschauer, die sonst mit dem Biken nichts am Hut haben und schauen sich das Spektakel an. Hausach ist hier geradezu prädestiniert dafür, weil das Festzelt unmittelbar an der Rennstrecke liegt und man ohne viel zu laufen die Biker viermal auf der drei Kilometer langen Runde sehen kann. Deshalb lohnt sich ein Besuch der Veranstaltung auf jeden Fall. Es gibt natürlich auch welche, die es nicht so toll finden, wenn am Sonntag bereits um 9 Uhr morgens der Lautsprecher tönt, aber die meisten sind positiv aufgestellt. Wir schauen aber auch, dass das mit dem Mikrofon so spät wie möglich anfängt.

Mit welchen Einschränkungen müssen sie rechnen, zum Beispiel beim Verkehr?

Wer die Möglichkeit hat, sollte mit dem Rad kommen oder ein wenig vom Tannenwald weg parken und die 300 Meter zu Fuß zurück legen. Da wird es schon eng zugehen. Für die Anwohner ist das Wochenende ein wenig beschwerlicher, da sich knapp 500 Mountainbiker aus ganz Deutschland sowie aus Frankreich und der Schweiz angemeldet haben. Auch die Fußballer können nicht mehr direkt am Stadion parken.  

Die Fragen stellte Charlotte Reinhard