Haslach i. K. Was tun, wenn Minka einen Unfall hat?

Mit einem Erste-Hilfe-Kurs für Tiere sind 20 Teilnehmer in der Fachtierklinik im Eichenbach auf den Ernstfall vorbereitet worden. Tierärztin Sandra Schnaidt schöpfte aus ihrer langjährigen Erfahrung und band die Halter praxisorientiert mit ein.

Haslach . Am Beginn des Abends stand die Frage: "Was tun, wenn ein Tier verunfallt ist?" Egal, ob es sich um den Selbstschutz des Retters, den Transport des verletzten Tieres oder das unterschiedliche Verhalten bei einem ansprechbaren beziehungsweise nicht ansprechbaren Tier handelte – Sandra Schnaidt hatte für jede Situation einen Ratschlag.

Ganz praktisch wurde das Hinlegen eines großen Hundes geübt, die Herzfrequenz überprüft oder die Kreislaufsituation besprochen. Beim Anlegen einer Maulschlinge bewiesen die vier unterschiedlich großen Schulungshunde ebenso viel Geduld wie beim Anlegen der unterschiedlichen Verbände durch die Teilnehmer.

Dabei war immer wieder der Ratschlag von Sandra Schnaidt zu hören: "Probieren Sie es an sich selber aus. Dann bekommen Sie ein Gespür dafür, wie fest beispielsweise der Verband gewickelt ist."

Tabletten nimmt weder Hund noch Katze gerne ein

Zur theoretischen Schulung gehörten vom grundsätzlichen Begriff eines "Not-Falles" und dem Schutz kleiner Wunden über das Anlegen eines Druckverbands und dem Besprechen unterschiedlicher Krankheitsbilder bis hin zur Tabletten- und Flüssigkeitseinnahme die ganze Bandbreite möglicher Szenarien. So sollten Tierhalter bei einer Augenverletzung ihres Schützlings auf jeden Fall sofort den Tierarzt kontaktieren, während beispielsweise das Symptom des vermehrten Trinkens etwas mehr Zeit hätte. Und dass sich die Tabletteneinnahme bei Hunden und Katzen gleichermaßen schwierig gestalten kann, wussten dann viele Tierhalter aus ihrer eigenen Erfahrung zu berichten.

Auch Schnaidts Hund "Sammy" ließ die Übungen geduldig über sich ergehen. Er hielt beispielsweise beim erbandanlegen "die Pfote hin".