Haslach i. K. Rund 80 Gäste laufen mit

Die Wanderführer Martin Lietzau (links) und Alois Krafczyk (rechts) wurden zum Abschluss der Wanderwoche vom Ehepaar Göhler geehrt. Foto: Krafczyk Foto: Schwarzwälder Bote

Die Bilanz der 20. Hansjakob-Wanderwoche 2018 kann sich sehen lassen: Täglich sind Martin Lietzau rund 80 interessierte Wanderer gefolgt, die mehr erfahren wollten über die Originalschauplätze Hansjakobscher Erzählungen.

Haslach (zyk). Täglich wurde die Wanderschar, die aus Teilnehmern aus ganz Deutschland bestand, vom besten Spätsommerwetter begünstigt. Erneut zeigte sich, dass Hansjakob die Menschen immer noch begeistert.

Die täglichen Wandertouren wurden unterbrochen von einer Tagesexkursion mit Stationen wie Alpirsbach, Freudenstadt und Achern mit der Illenau. Auf Schusters Rappen ging es in Hansjakobs Paradies nach Hofstetten, in das Gebiet zwischen Harmersbachtal und Kinzigtal, zur Heimat der Schwarzwaldmaler Hasemann und Liebich, zum Vogt auf Mühlstein oder über den Hünersedel zu den Höhenhäusern, wo im Gasthaus Kreuz der berühmte "Ettenheimer Rotwein" zum Ausschank gekommen war, ein Wein, auf den Hansjakob ein Loblied sang.

Im Gasthaus Drei Schneeballen in Hofstetten, einst Hansjakobs beliebtester Ferienaufenthaltsort, fand der Abschluss der inzwischen 20. Hansjakob-Wanderwoche statt. Die Teilnehmer wurden zunächst mit einem Glas Sekt, gespendet von der Stadt Haslach, willkommen geheißen.

Von Anfang an dabei

Die Eheleute Wolfgang und Brigitte Göhler aus Weißenborn im Erzgebirge, die schon seit 20 Jahren in der Wanderwoche mit dabei sind, nahmen beim Aufenthalt in Hofstetten die Gelegenheit wahr: Sie ließen diese Zeit Revue passieren, in der sie viel erlebt haben und während der sie Freundschaften schlossen.

Für die vielen Wanderfreunde, die ganze sieben Tage mit dabei waren, bedankten sich die Göhlers bei Martin Lietzau, der das Gros der Wanderwoche übernommen hatte. Auch bei Lietzaus Mitstreiter und Vorgänger als Organisator und Wanderführer, Alois Krafczyk, bedankten sie sich für die erlebnisreichen Wandertage. Sie überraschten die beiden Wanderführer mit einem reich gefüllten "Kinzigtäler Vesperkorb".

Die beiden Geehrten rührten anschließend ordentlich die Werbetrommel für eine Mitgliedschaft in der Heinrich Hansjakob-Gesellschaft und der Erfolg ihrer Werbekampagne blieb nicht aus. Zahlreiche Teilnehmer erklärten zum Ende einer herrlichen Wanderwoche ihre Mitgliedschaft in einer der größten literarischen Gesellschaften Deutschlands.

Am Ende kündigten Lietzau und Krafczyk an, dass es auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung dieser Wanderwoche geben werde und sie schlossen mit der Feststellung: "Nach der Wanderwoche ist vor der Wanderwoche."

Die Heinrich-Hansjakob-Gesellschaft hat die Aufgabe, das Andenken an den Volksschriftsteller, Pfarrer und Politiker Heinrich Hansjakob aufrecht zu erhalten. Die Gesellschaft fördert die Verbreitung und Neuherausgabe der Werke des Dichterpfarrers. Mitglieder erhalten mehrmals jährlich die Vereinspublikation "Heinrich-Hansjakob-Brief" mit Informationen und Beiträgen zur Forschung.

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