Haslach i. K. Kindergärten geht der Platz aus

Im katholischen Stadtkindergarten sind die Kapazitäten nahezu ausgeschöpft. Foto: Lübke

Haslach - Die katholischen Kindergärten und "Mehr Raum für Kinder" haben den Haslacher Gemeinderat am Dienstagabend über das aktuelle Kindergartenjahr informiert. Der Platz in den Einrichtungen wird knapp.

Die Kindergartenbeauftragte Beate Brudy gab den Stadträten einen Überblick zu den aktuellen Zahlen der katholischen Einrichtungen "Arche Noah" in Bollenbach, "St. Bernhard" und dem Stadtkindergarten Haslach. "In Bollenbach haben wir mehr Plätze belegt als im Vorjahr. Neun Kinder könnten hier, unserer Rechnung nach, trotzdem noch aufgenommen werden. In Haslach können wir nur noch sehr wenige Jungen und Mädchen aufnehmen", so Brudy.

›Vesper-Kinder‹ müssen in die Gruppenräume ausweichen

Nicht nur in den Gruppenräumen werden die Kapazitäten knapp. "Wir bieten in Haslach fast 50 warme Essen am Tag an. Zusätzlich gibt es noch mehr als 50 kalte Mahlzeiten. Das Bistro ist bei weitem zu klein. Mit den Warm-Essern sind wir bereits im Nebenraum und die so genanten ›Vesper-Kinder‹ müssen in die Gruppenräume ausweichen", berichtete Brudy.

Die Anzahl der Kinder, die mehrmals in der Kita essen, habe enorm zugenommen. Regelgruppen, in denen die Jungen und Mädchen mittags nach Hause gehen, seien stark rückläufig. Die verlängerten Öffnungszeiten der Einrichtungen würden von den Eltern sehr gut angenommen werden.

Die Leiterin des katholischen Stadtkindergartes Haslach, Sonja Nitz, erläuterte im Anschluss, welche Projekte in den Einrichtungen die vergangenen Monate umgesetzt wurden. Die Kinder haben demnach einen Weidentunnel und ein Hochbeet gebaut, zusammen mit Schülern gelesen und Besuch von den Haslacher Ringern bekommen.

Mit 40 Kindern seien beide Gruppen voll ausgelastet

Eine ganz besondere Aktion sei die Produktion einer eigenen CD mit Kinderliedern gewesen. Am Freitag, 22. November, ist ab 16 Uhr ein Konzert geplant. Die CD könne auch gekauft werden.

Auch der private Träger "Mehr Raum für Kinder" informierte den Gemeinderat über den Waldkindergarten Haslach und die Kinderkrippe Gassenhüpfer.

Mit 40 Jungen und Mädchen seien beide Gruppen voll ausgelastet. Die Tipis für die "Waldfüchse" und "Haselmäuse" sollen ersetzt werden. Langlebige Lastwagen-Planen sollten den Kindern ein Dach über dem Kopf bieten.

Martin Schaeffer (Grüne) wollte von Brudy wissen, wie sich die Einrichtungen in Zukunft aufstellen sollen. "Die Plätze sind bis Oberkante Unterlippe voll und jetzt steigen auch noch die Geburtenraten", gab Schaeffer zu bedenken.

Ein- und Zweijährige kommen immer häufiger

Brudy verteidigte die Bedarfsplanung, die in Haslach gut umgesetzt werde. "Wir haben bereits neue Gruppen gegründet und Betriebsgenehmigungen für Anbauten geholt. Der katholische Stadtkindergarten kann jetzt nichts mehr machen", bedauerte Brudy. Durch die Größe der Kitas habe auch der Aufwand im Einstellungsverfahren für neue Mitarbeiter stark zugenommen. "Wir sind mit den vorhandenen Kapazitäten an der Grenze. Da sind wir nicht blauäugig und besprechen Konzepte, um das zu ändern", erklärte Hauptamtsleiter Adrian Ritter.

Beate Brudy erklärte im Gemeinderat, dass die Anzahl der Einjährigen, die bereits in der Kita seien, gestiegen sei. Auch Zweijährige kämen immer häufiger schon in den Kindergarten.

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