Haslach i. K. Ihre Kunst spielt mit den Gegensätzen

Bilder von Bärbel Freitag-Henninger sind im Haslacher Geschäft "Balu – Kunst und Mode" ausgestellt. Foto: Kleinberger Foto: Schwarzwälder Bote

Eine Ausstellung mit den Werken von Bärbel Freitag-Henninger ist derzeit im Haslacher Geschäft "Balu – Kunst und Mode" zu sehen. Noch bis Ende Juli können ihre Werke dort betrachtet werden.

Haslach. "Ich möchte mit meiner Kunst nach allen Richtungen offen sein", sagt die Künstlerin aus Neuried-Ichenheim. "Themen aufzugreifen, die mich beschäftigen und berühren", spielt dabei eine große Rolle. Aber auch die kleinen Dinge des Alltags sollen ebenfalls miteinbezogen werden, wie Freitag-Henninger betont.

Die Künstlerin, die seit zehn Jahren das "Farbton–Atelier" in Ichenheim besitzt, kann neben der Arbeit mit Pinsel und Farbe auch Erfahrungen in anderen künstlerischen Bereichen vorweisen: 1976 und 1982 eröffnete sie Keramikwerkstätten in Düsseldorf und Ichenheim.

Außerdem bildete sie sich bei verschiedenen Pädagogen in plastischer Bildhauerei weiter. Dass sie immer wieder von anderen lernen und sich weiterbilden könne, sei ihr sehr wichtig, so Freitag-Henninger. "Durch den Austausch mit anderen malenden Menschen lerne ich nicht nur unterschiedliche Ansichten und Meinungen, sondern auch das Anwenden anderer Techniken und Materialien kennen."

Anregungen aus dem täglichen Umfeld

Besonders die Darstellung von Frauen hat es ihr angetan. "Frauen sind für mich ein unerschöpfliches Thema. Sie zu modellieren und zu malen, reizt mich immer und immer wieder", schwärmt die Künstlerin und fährt fort: "Sie sind malerisch einfach umwerfend." Anregungen für ihre Kunst finde sie auch im täglichen Umfeld, insbesondere in der Natur: "Ihre Veränderungen im Jahresverlauf und ihre Vielfalt an Farben und Formen" sei eine große Inspiration für ihre eigene Kunst, erklärt Freitag-Henninger, die schon seit mehr als 20 Jahren an Einzel- und Gruppenausstellungen teilnimmt und 1998 mit dem Abendstudium Bildende Kunst und Kunstgeschichte in Offenburg begann.

"Ich liebe das Spiel mit den Gegensätzen", meint die Künstlerin über ihre Werke. Demnach kann man in ihren Bildern beispielsweise einen Kontrast zwischen ruhigen und leuchtenden Farben sowie zwischen rauen und glatten Flächen finden.

"Ebenso fasziniert mich die Wirkung von Ritzspuren und sich überlagernden Farb- und Materialschichten", verrät die gebürtige Friesin, bevor sie ergänzt: "Auch unbewusst gemalte Formen fließen immer wieder in meine Kunst ein." Dadurch entstehen Zwischenwelten aus Absicht, Intuition und Zufall sowie einem "mehr oder weniger großem Rest, der nur angedeutet ist" und den Betrachter zum Nachdenken anregen soll.

Die Bilder von Bärbel Freitag-Henninger sind bis Ende Juli im "Balu – Kunst und Mode" ausgestellt. Besichtigt werden können sie zu den normalen Öffnungszeiten des Modegeschäfts in der Haslacher Hauptstraße.

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