Haslach i. K. Hebammen weiter in Not

Hebammen helfen nicht nur bei der Geburt – sie sind auch bei der Vor- und Nachversorgung wichtig. Damit sie dieses Spek­trum leisten können, müssen laut Hebammennetzwerk bessere Bedingungen geschaffen werden. Symbolfoto: Hiekel Foto: Schwarzwälder Bote

Ortenau/Haslach (red/vk). Die Versorgung durch Hebammen ist im Ortenaukreis und besonders im Kinzigtal weiter schwierig, wie der Verein "Familien- und Hebammennetzwerk im Kinzigtal" betont. Dessen Vorsitzende Kordula Kovac und die Geschäftsführerin des Vereins, Jessica Toldrian, haben sich deshalb kürzlich mit dem Oberwolfacher Bürgermeister Matthias Bauernfeind zum Austausch getroffen. Dieser regte an, die Koordinierung der Versorgung auf andere Füße zu stellen.

Um den Betreuungsschlüssel zu verbessern, setzt der Verein derzeit im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zusammen mit dem Ortenaukreis ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt um. Dafür wird die quantitative und qualitative Versorgungssituation im Ortenaukreis analysiert, um den ländlichen Raum für junge Familien attraktiv zu halten. Die Hebammen sollen zahlenmäßig und mit Blick auf ihr Leistungsspektrum befähigt werden, auf die Bedürfnisse werdender und junger Eltern eingehen zu können.

Um sich ein Bild von der Situation zu machen, will der Verein auch mit interessierten Bürgern ins Gespräch kommen und lädt dazu auf Mittwoch, 14. Februar, 19 Uhr, ins Gasthaus Storchen (Hauptstraße 35) in Haslach ein. Per E-Mail an contact@geburt-in-der-ortenau.de ist der Verein ebenfalls zu erreichen.