Insgesamt 40 Einsätze im Jahr 2020 "Gute oder sogar beste Truppe"

Kommandant Stefan Possler (von links) ehrte bei der Hauptversammlung der Haslacher Feuerwehr Pascal Rasenberger, Jonas Weber, Max Hansmann, Jakob Ziehms, Maja Münch, Patrick Braig und Jonathan Hirt. Foto: Knupfer

Haslach - Auf ein ereignisreiches Jahr 2020 hat die Feuerwehr Haslach im Feuerwehrgerätehaus zurückgeblickt. Die Corona-Pandemie prägte das Jahr, in dem kameradschaftliche Aktivitäten schmerzlich vermisst wurden.

Kommandant Stefan Possler eröffnete die Hauptversammlung erstmals in der Fahrzeughalle, da aufgrund der AHA-Regeln der Saal im Obergeschoss nicht groß genug gewesen wäre. Auch seinen Jahresbericht hielt er kürzer als sonst, was nicht dran lag, dass bei der Feuerwehr Haslach nichts los gewesen wäre. Im Gegenteil.

Possler berichtete, dass im Verlauf der Pandemie immer wieder Maßnahmen und Regelungen getroffen oder angepasst wurden. So wurden zunächst Masken für die Einsatzkräfte von tatkräftigen Frauen genäht, Hygienekonzepte erstellt oder Online-Proben vorbereitet und durchgeführt. Er dankte allen Kameraden dafür, dass sie Anweisungen mitgetragen und eingehalten haben.

Brennender Zug bleibt in Erinnerung

Der Großteil der insgesamt 40 Einsätze entfiel im auf Brandeinsätze (17). In Erinnerung blieben dabei der Brand einer Wohnung im Seniorenzentrum in der Grafenstraße sowie der brennende führerlose Triebwerkszug, der durch das Kinzigtal rollte.

Die Berichte für die Abteilungen Schnellingen und Bollenbach trugen die Abteilungskommandanten Jürgen Schätzle und Fabian Kinnast vor. Während die Abteilung Schnellingen acht mal alarmiert wurde, rückte die Abteilung Bollenbach elf Mal aus.

Für die Jugendfeuerwehr schilderte Jugendwart Stefan Bilharz, wie sich die Pandemie dort auswirkte. Trotz aller Umstände wurden vier neue Mitglieder gewonnen. Als Leiter der Altersabteilung konnte Reinhard Obert auf drei Stammtische zu Beginn des Jahres zurückblicken. Alle anderen Aktivitäten fielen pandemiebedingt aus.

Bürgermeister Philipp Saar dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz und lobte sie als "gute oder sogar beste Truppe". "In der Pandemie", so der Rathauschef, "hat man gesehen, auf wen man sich verlassen kann, und auf die Feuerwehr war immer Verlass." Er mahnte auch, weiter vorsichtig zu sein, da die Corona-Pandemie noch nicht vorbei sei.

Immer mehr Feuerwehrleute ziehen in Umlandgemeinden

Angesprochen auf die Wohnungssituation in Haslach sicherte Saar zu, weiterhin nach Lösungen zu suchen. Kommandant Possler hatte zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass immer mehr Feuerwehrleute in die Umlandgemeinden ziehen, da sie auf dem Haslacher Wohnungsmarkt nicht fündig werden.

Umso erfreuter war Feuerwehrkommandant Possler, dass er insgesamt sieben neue Mitglieder für die Einsatzabteilungen verpflichten konnte. Während Patrick Braig, Jonas Weber und Jakob Ziehms von der Jugendfeuerwehr übernommen wurden, sind Maja Münch, Max Hansmann, Pascal Rasenberger und Jonathan Hirt als Quereinsteiger in die Haslacher Feuerwehr eingetreten.

Als Feuerwehrsachbearbeiterin bei der Stadtverwaltung ist Maike Fischer schon seit vielen Jahren zuverlässige Ansprechpartnerin für die Feuerwehr. Kommandant Stefan Possler dankte ihr dafür auch wieder bei der Hauptversammlung. Bürgermeister Philipp Saar nutzte aber auch die Gelegenheit, Maike Fischer für ihren Arbeit in der Pandemie für ganz Haslach öffentlich zu danken. Denn Maike Fischer ist auch Leiterin des Ordnungsamtes. In dieser Funktion war sie die erste, die neue Verordnungen gelesen hatte und deren Umsetzung – meist über das Wochenende – in die Wege leitete.

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