Haslach i. K. Alles bargeldlos

Nach fünf Jahren engagierter Vorstandsarbeit verabschiedeten Schulleiter Christof Terglane (links) und Vorstand Florian Wölfle (rechts) Petra Bohnert, Ralf Rösch und Elisabeth Schondelmaier aus dem Förderverein des Haslacher Bildungszentrums.Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Der Förderverein des Heinrich-Hansjakob-Bildungszentrums in Haslach hat mit Florian Wölfle einen neuen Vorsitzenden. Während der Hauptversammlung wurde auf den Zeitraum von 2018 bis 2020 zurückgeblickt.

Der Förderverein des Bildungszentrums hat ein Treuhand-Konto für die "bargeldlose Schule" zur Verfügung gestellt. Darüber werden seit Schuljahresbeginn Kleinbeträge wie für Lernmaterial, Ausflüge und Eintritte abgewickelt oder Klassenfahrten bezahlt. Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Schüler müssen kein Bargeld mitbringen, für die Lehrer entfällt das Einsammeln und Kontrollieren.

Haslach. Der bisherige Vorsitzende Ralf Rösch, Kassiererin Petra Bohnert und Beisitzerin Elisabeth Schondelmaier hatten im Vorfeld ihren Rückzug angekündigt.

Im Zuge der Neuwahlen wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Florian Wölfle dann einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, seine Stellvertreterin ist Susanne Spengler (beide Haslach). Neue Kassiererin ist Christina Joos (Steinach), Christine Störr (Hofstetten) bleibt Schriftführerin. Zu Beisitzern wurden Marco Gutmann (neu, Haslach), sowie die Konrektorinnen Silke Nitz und Katrin Knapp gewählt.

Viele kleine Maßnahmen unterstützt

Kraft seines Amtes gehört Schulleiter Christof Terglane dem Vorstand ebenso an wie Elternbeiratsvorsitzende Isabel Grieshaber und Kassenprüferin (neu) Petra Bohnert.

In seinem letzten Bericht als Vorstand blickte Ralf Rösch auf die vergangenen drei Jahre: "Es waren vor allem viele kleine Maßnahmen, die im sozialen, musischen und kulturellen Bereich unterstützt wurden."

Die großen Projekte stellte er mit einer Lautsprecheranlage, dem Schulungsprogramm "Klicksalat", der Unterstützung der Lego Mindstorm AG, der Unterstützung von sozialen Härtefällen, der Einführung der bargeldlosen Schule (siehe Info) und der Übernahme der Boulderwand vom Haslacher Turnverein für die Turnhalle der Schule vor.

Corona und die Digitalisierung waren beherrschende Themen des Schulalltags, über den Terglane informierte. Die vergangenen eineinhalb Jahre seien durch Corona geprägt gewesen, dennoch habe sich der Förderverein (FV) regelmäßig getroffen – digital. Durch den frühzeitigen Schulterschluss mit dem FV habe man die Digitalisierung zunächst auf den Weg gebracht und schließlich auch ein gutes System dafür entwickelt. "Jeder Schüler ist angebunden, die Bedeutung hat sich ganz entscheidend in der Pandemie gezeigt", betonte Terglane. Der Schulstandort sei mittlerweile weit über die Grenzen Haslachs hinaus für die Digitalisierung bekannt. Während der Pandemie musste allerdings der Mensa-Betrieb eingestellt werden, der Ganztagsbetrieb kam zum Erliegen und ein Teil der Schüler wird aktuell immer noch zuhause beschult. "Da muss vieles neu belebt werden", blickte er voraus. Terglanes besonderer Dank galt dem Förderverein für die investierte Zeit und engagierte Arbeit.

Kassiererin Petra Bohnert gewährte Einblicke in die Finanzen. In den vergangenen drei Jahren standen den Einnahmen aus überwiegend Spenden und Mitgliedsbeiträgen als größter Ausgabenposten Tablets und I-Pads in Höhe von 23 672 Euro gegenüber.

In ein Golf-Projekt, "Klicksalat", die Lego Mindstorm AG, die Musikanlage der Schulband, Spielsachen der Grundschule und Begrüßungsgeschenke der neuen Schüler wurden insgesamt weitere 9 590 Euro investiert. Bürgermeister-Stellvertreter Frank Obert zeigte sich aus eigener Erfahrung als Lehrer froh über den Stand der Digitalisierung am Bildungszentrum. Andernorts sei ein enormer Aufwand zur Beschulung notwendig gewesen und weniger starke Schüler wären noch mehr "abgehängt" worden. Seitens der Stadt sei man froh über die Arbeit des Fördervereins, womit Projekte über das Schulbudget hinaus ermöglicht würden.

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