Gutach Mosetter: "Gutacher sind Pioniere"

KID-Übungen für das Training: Kurt Mosetter (rechts) leitet Handballabteilungsleiter Christian Lehmann an. Foto: Heinzmann Foto: Schwarzwälder Bote

Der Arzt und Heilpraktiker Kurt Mosetter ist mit seiner Heimatgemeinde verbunden: Jährlich bietet er eine Gesundheitswoche in Gutach an. Außerdem hat er sich Zeit für ein Training mit Übungsleitern des TuS und RSV genommen.

 

Gutach. Auf Einladung des Turn- und Sportvereins Gutach kamen rund 20 Trainer- und Übungsleiter des TuS sowie des Radsportvereins zur Festhalle, um sich unter dem Motto "Myoreflex für die Sportstunde" einige Übungen für den wöchentlichen Gebrauch zeigen zu lassen. Hierbei handelt es sich vor allem um KID- Übungen, die Mosetters Konzept "Kraft in der Dehnung" zum Ursprung haben.

"Gute Ernährung gekoppelt mit Bewegung ist das Geheimrezept für ein gesundes Älterwerden", gab Mosetter den Übungsleitern mit auf den Weg. Dehnen und die Schulung von Koordination und Beweglichkeit bilden die Grundlage für alle Lebenslagen. "Wer turnt, sich bewegt und seine Muskelketten immer beweglich und geschmeidig hält, profitiert im Alter immens", sagte der Arzt. Er empfahl, sich auf das eigene Körpergewicht als Widerstand zu beschränken. Denn der Einsatz von Gewichten oder gar der Langhantel birgt mehr Risiken in einer Fehlbelastung.

"Es gewinnt heute nicht mehr der, der am schnellsten läuft, sondern jener, der am besten regeneriert", war eine weitere Aussage Mosetters, welche die Übungsleiter gerne mitnahmen.

Mit Henning Fritz, dem ehemaligen Torwart der deutschen Handballnationalmannschaft, verbindet Mosetter eine enge Freundschaft. In Kooperation mit dem deutschen Sport- und Präventionsnetzwerk mit Markus Laurenz, Annis Welt und Annemarie Stein sind Fritz und das Mosetter-Team gemeinsam in Projekten für Prävention, intelligente Ernährung mit Glycoplan und mehrdimensionalem Training aktiv.

Was hat das mit Gutach zu tun? Mosetter sagte dazu: "Die Gutacher sind Pioniere in Sachen Gesundheit. Genau deshalb wird sich diese Gruppe auch mit dem TuS vernetzen." Fritz, der Arzt Gunter Frank und Musikproduzent Stefan Eichinger entwickelten das Konzept "Schallpause", bei dem durch das regelmäßige Hören frequenzmodulierter Musik positive Folgen auf Regenerationsfähigkeit, Schlaf und Leistung festgestellt wurden. Unterstützt durch KID-Übungen können so gezielt Regenerationsphasen eingeleitet werden.

Auf die Frage, warum es zu Krämpfen bei besonders hohen Belastungen kommt, hatte Mosetter eine einfache, aber plausible Erklärung. "Vom vielen Sitzen im Alltag werden die aufrichtenden Muskelketten nicht beansprucht und verkürzen bisweilen", berichtete der Arzt. Durch Sport werden dann in kurzer Zeit aktive, hohe Belastungen verlangt, die für die beteiligten Muskeln, Sehnen und Bänder ungewohnt sind, so der gebürtige Gutacher. Durch gezielte Dehnübungen des Gegenspielers können so recht schnell Linderung und Besserung erzielt werden.

Außerdem gab er zu bedenken, dass der Körper bei Verletzungen keinen Tag ruhig gestellt werden sollte. Die entsprechende Verletzung wird behandelt, doch der übrige Bewegungsapparat kann seinen Beitrag zur besseren Regeneration leisten. "Der Tag der Verletzung ist der erste Tag der Reha", so Mosetter.

Mit großer Sorgfalt brachte Mosetter den Übungsleitern sein Dehnprogramm näher. Diese waren sich einig, dass sich der Abend mehr als gelohnt hatte. Am Ende blieb Zeit für einen Plausch über die Ereignisse in der Fußballwelt, in der Mosetter ebenfalls eine feste Größe ist.

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