Gutach Abschied von fünf Persönlichkeiten

Bürgermeister Siegfried Eckert verabschiedete die Räte Hans-Jürgen Schneider (FDP), Renate Wasmer (SPD), Magdalena Dickreiter (Freie Wähler), Peter Wälde (Freie Wähler) und Rainer Bell (CDU). Foto: Weimer Foto: Schwarzwälder Bote

Fünf langjährige Gemeinderäte hat Bürgermeister Siegfried Eckert bei der Sitzung am Mittwochabend verabschiedet. Im neuen Gremium sitzen nun in allen vier Fraktionen jeweils drei Räte.

Gutach. Gutach habe mit den ausgeglichenen Fraktionen aus Freien Wählern, CDU, FDP und SPD innerhalb Baden-Württembergs ein Alleinstellungsmerkmal, so Eckert. Im Beisein ihrer Familien dankte er den scheidenden Räten. "Ich bin stolz auf meinen Gemeinderat", betonte der Bürgermeister, bevor er an jeden noch persönliche Worte richtete. Rainer Bell (CDU): Bell war von 2009 bis 2019 zwei Amtsperioden im Gemeinderat. Während dieser Zeit war er unter anderem Mitglied im Bauausschuss, des Kuratoriums Kindergarten und im Ausschuss für Kultur und Freizeit. Zudem war Bell Ansprechpartner für das Baugebiet Bergle. Magdalena Dickreiter (Freie Wähler): Insgesamt 20 Jahre wirkte Magdalena Dickreiter im Gremium (1984 bis 1999 und 2014 bis 2019). Sie machte sich vor allem in den Bereichen Nachbarschafts- und Altenhilfe sowie dem Ausschuss für Kultur und Freizeit stark.

Besonders hob Eckert ihr Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe hervor. Damit habe sie der Gemeinde als "Managerin" stark den Rücken frei gehalten, so der Bürgermeister. Magdalena Dickreiter setzt die Betreuung der Flüchtlinge weiterhin fort. "Dafür verbeuge ich mich." Hans-Jürgen Schneider (FDP): Schneider war insgesamt 25 Jahre Mitglied des Gemeinderats, von 1984 bis 1999 und von 2009 bis 2019. Der Gutacher war Mitglied in mehreren Ausschüssen und vertrat die Gemeinde auch auf interkommunaler Ebene.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Gemeinderat Rolf Schondelmaier (CDU) legte Schneider das Fundament für die Auszeichnung zur "Klimaneutralen Gemeinde", betonte der Bürgermeister. Gerade im Bauausschuss habe "der Rat sich stets gefreut, auf deinen Rat zu hören", so Eckert. Renate Wasmer (SPD): 15 Jahre lang engagierte sich Renate Wasmer im Gemeinderat und übernahm dabei auch das Amt der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin. Eckert würdigte unter anderem ihren Einsatz im Kuratorium Kindergarten und in interkommunalen Gremien wie dem Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Hausach-Hornberg-Gutach. Besonders verdient machte sich Renate Wasmer im Ausschuss für interkommunale Partnerschaften, so der Bürgermeister. Peter Wälde (Freie Wähler): Knapp 35 Jahre, genauer gesagt 34 Jahre und acht Monate lang, engagierte sich Wälde im Gutacher Gemeinderat. "Er hatte mir gesagt, dass vier Sätze über ihn ausreichen würden", schmunzelte Eckert bei der Ehrung, und beschrieb Wälde als bescheidenen Gemeinderat, der von 1984 bis 2019 ununterbrochen Mitglied des Gremiums war.

In dieser Zeit übernahm er sowohl das Amt des zweiten Bürgermeisterstellvertreters (2004 bis 2009) als auch das Amt des ersten Bürgermeisterstellvertreters (2009 bis 2019). Diese Aufgabe habe Wälde "mit Bravour" gemeistert, so Eckert. Dankesworte: Die fünf scheidenden Räte richteten anschließend noch persönliche Worte an die Runde. So dankte Wälde Bürgermeister Eckert für die Zusammenarbeit in den vergangenen 16 Jahren. Magdalena Dickreiter dankte der Gemeindeverwaltung und dem Bauhof. Bell richtete an die aktiven Ratskollegen, dass nun insgesamt "105 Betriebsjahre" aufhören würden. Er dankte dem Gremium für "tolle und diskussionsreiche Abende" und den respektvollen Umgang untereinander. Diesen Glückwünschen schloss sich Schneider an und wünschte seiner Nachfolgerin Kathrin Ecker alles Gute.

Renate Wasmer dankte allen Bürgern, die den Räten ihr Vertrauen geschenkt haben. Ihr besonderer Dank galt den Ehemännern und -frauen für die Unterstützung und Nachsichten in den vergangenen Jahren. Wälde wünschte letztlich den "alten und neuen" Räten, "dass ihr in Zukunft gute Entscheidungen für die Gemeinde und ihre Bürger trefft".

Die ausgeschiedenen Räte ehrt die Gemeinde offiziell bei der Bürgerversammlung am 23. Oktober.

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