Grundsteinlegung in Ringsheim Neue Heimat für Bauhof-Mitarbeiter

Adelbert Mutz
Eine Zeitkapsel soll die Grundsteinlegung des neuen Bauhofs für die Nachwelt anschaulich festhalten (von links): Bauhofleiter Matthias Bieber, Bürgermeister Pascal Weber und Architekt Thomas Mathis. Foto: Mutz

Es ist ein historischer Moment für Ringsheim: die Grundsteinlegung des neuen, 1,5 Millionen teuren Bauhofs am Donnerstag. Eine Zeitkapsel soll das Ereignis für die Nachwelt konservieren.

Ringsheim. Zur Grundsteinlegung am Rande des Baufeldes bei den historischen Tabakschöpfen durfte Bürgermeister Pascal Weber trotz der aktuellen Corona-Pandemie einige Gäste begrüßen. Mitglieder des Gemeinderates, alle Bauhofmitarbeiter, Planer, Handwerker, Vertreter des Landratsamtes und einige Nachbarn der Baustelle waren gekommen.

Nach einem lange geführten öffentlichen Diskussionsprozess fasste der Gemeinderat schließlich den Entschluss, für die Feuerwehr und den Bauhof getrennte Gebäude zu planen. Wie hinlänglich bekannt, soll das neue Feuerwehrhaus mit Rampe südlich der Kahlenberghalle gebaut werden. Allein elf mögliche Standorte wurden für den Bau des neuen Bauhofes untersucht. Im Dezember 2020 erfolgte der Aufstellungsbeschluss zum Sondergebiet Bauhof, rund ein Jahr später wurde der Bebauungsplan rechtskräftig.

Die Sockel der Bauhof-Gebäude sind bereits betoniert und es wird weiter zügig vorangehen, versicherte der Bürgermeister. Mit Baukosten von rund 1,4 Millionen Euro ist es eine der wichtigsten Investitionen im Haushalt 2022. Rund 100.000 Euro werden zusätzlich für die Einrichtung eingeplant. Aus dem Programm Entwicklung Ländlicher Raum wurde bereits ein Zuschuss von 147.000 Euro vom Land zugesagt.

Gesamtfläche von 3.400 Quadratmetern

Für die Mitarbeiter des Bauhofs ist es ein Freudentag, dass sie noch dieses Jahr ihr altes kleines und spärlich ausgestattetes Domizil verlassen dürfen. Der bisherige Bauhof im südlichen Teil des Grasweges erfüllt längst nicht mehr die Anforderungen. Der ehemalige Farrenstall (Stierstall) diente während der früheren dörflichen Viehhaltung als Deckstation für Rinder. Nachdem die Viehhaltung im Ort aufgegeben wurde, diente das Gebäude als Bauhof.

Das neue Bauhofgebäude ist eine Stahlfertighalle mit 820 Quadratmetern Fläche. 20 mal 40 Meter lang ist das Gebäude geplant, zusätzlich sind Lagerbereiche mit Aufstockung, Fahrzeugboxen, Werkstätten, Büros und Sozialbereiche vorgesehen. Die Gesamtfläche beträgt rund 3400 Quadratmeter. Auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beheizt das Gebäude.

Auf Grund einer vorhandenen Fledermauspopulation in den Tabakschöpfen ist in diesem Bereich keine Straßenbeleuchtung vorgesehen. Die nördlich des Geländes verbleibenden Schrebergärten dienen zugleich als ökologische Ausgleichsflächen. Architekt und Planer Tomas Mathis dankte im Namen des Kippenheimer Planungsbüros Mathis & Jägle für die gute Zusammenarbeit.

Das ist in der Zeitkapsel, die in den Sockel einbetoniert wurde: Die Einladung zur Grundsteinlegung des Bauhofs, dessen Baupläne, Fotos des aktuellen Gemeinderats und des Bauhofteams, Wünsche der Bauhofmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, Bodenproben, die Tageszeitung und das Gemeindeblatt vom 3. Februar 2022, ein Euro und ein Cent, eine FFP2-Maske und ein Antigen-Schnelltest.

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