Geschäftsaufgabe im Tal Erwin Schoor hört auf

Axel Dach
Ehefrau Irene (links) arbeitete stets an der Seite ihres Mannes Inhaber Erwin Schoor. Foto: Dach

Wirtschaft : Erwin Schoor schließt sein Geschäft für Forst- und Gartentechnik

Nach fast 20 Jahren hört Erwin Schoor auf. Sein Geschäft, das er 2003 von Otto Fehrenbacher übernahm, konnte in den vergangenen Jahren nur schwer mit dem Online-Handel mithalten. Für ihn ist es nun an der Zeit, ein neues Kapitel zu beginnen.

Schuttertal – Der Traditionsbetrieb Fehrenbacher im Ortsteil Schuttertal schließt zum 30. November für immer seine Tore. Inhaber Erwin Schoor geht in Rente und hat keinen Nachfolger für die Übernahme seines Betriebes gefunden.

Gegründet wurde der Betrieb von Otto Fehrenbacher Senior im Jahr 1933. Damals hieß das Geschäft "Otto Fehrenbacher, Kfz und Fahrräder". Während dieser Anfangsjahre legte Fehrenbacher sein Hauptaugenmerk auf die Reparatur von Landmaschinen sowie auf den Verkauf und die Reparatur von Fahr- und Motorrädern.

Im Jahr 1966 übernahm dann sein Sohn Otto Fehrenbacher Junior das Geschäft. Der heutige Inhaber Erwin Schor begann im Jahr 1973 eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker und Motorist bei Fehrenbacher Junior. Nach der Ausbildung arbeitete Schoor weitere fünf Jahre bei Fehrenbacher Junior, bevor er vorerst zu einem anderen Arbeitgeber wechselte.

Fehrenbacher Junior verlor seinen tüchtigen Mitarbeiter Schoor jedoch nie aus den Augen und bevor er 2003 in Rente ging, erkundigte er sich bei Schoor, ob dieser Interesse hätte, seinen Betrieb fortzuführen. Nach reiflicher Überlegung sagte Schoor zu und führt seither das Unternehmen, das heute Beratung, Verkauf und Reparatur im Bereich der Forst- und Gartentechnik anbietet. Das Unternehmen wurde dann unter dem Namen "Stihl Dienst Fehrenbacher Inhaber Erwin Schoor" weitergeführt.

"Die Beratung und Reparatur sowie Verkauf mit Produkteinweisung lagen mir stets sehr am Herzen", sagte Schoor im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihm sei es möglich gewesen, seine Kunden mit Ersatzteilen für die landwirtschaftlichen Maschinen vor Ort zu bedienen.

Denn er habe in seiner Fachwerkstatt ebenso ein großes Ersatzteillager eingerichtet. Alle Motorgeräte habe Erwin Schoor nur betriebsbereit verkauft und auch unzählige Elektro-Motorgeräte repariert.

Sehr beliebt bei seinen Kunden sei auch sein Schärfdienst für Sägeketten, Heckenscheren und Sägeblätter gewesen, erzählte Schoor. Wenn die Kunden ein neues Gerät bei ihm kauften, bot er an, das Altgerät zu entsorgen.

Inhaber Schoor arbeitete mit der Firma Stihl zusammen. Die Zusammenarbeit sei immer hervorragend gewesen, betonte er. Auch sei er sehr froh gewesen, dass seine Ehefrau Irene ihn seit Beginn an im kaufmännischen Bereich stets unterstützt habe. Sie sei zudem sehr fachkundig gewesen und konnte die Kunden im Geschäft ebenfalls beraten, blickte Schoor auf die gemeinsamen Geschäftsjahre zurück.

Aufzuhören falle ihm jedoch nicht allzu schwer, da der Online-Handel sowie das veränderte Kundenverhalten immer mehr dazu führten, dass ein Kleinbetrieb kaum noch mithalten könne. Angesprochen auf seine Zukunftspläne sagte er, dass er nun erst einmal die Veränderung in seinem Leben auf sich wirken lassen wolle. Er und seine Frau würden sich sehr auf die kommende Rentenzeit freuen und auch darauf, jetzt endlich mehr Zeit für sich selbst und die Familie mit Kindern und Enkelkindern zu haben.

Ab sofort veranstaltet Schoor in seinem Unternehmen in der Talstraße 32 einen Räumungsverkauf. Gutscheine können noch bis Ende November eingelöst werden. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage www.schoor-erwin.de.

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