Gengenbach "Rotweine sind Gewinner des Sommers"

Mittendrin statt nur dabei: Melanie Lampert, die Weinprinzessin Zell-Weierbachs, hilft bei der Lese mit. Foto: Rudolf Foto: Lahrer Zeitung

Gengenbach (red/pme). So früh wie noch nie hat die Weinlese der Weinmanufaktur Gengenbach-Offenburg begonnen. "Elf Tage früher als im vergangenen Jahr." Im 23 Ar großen Rebstück "Palmert" von Vorstandsmitglied Reiner End seien 5000 Kilogramm Findling-Trauben von "bester Qualität und einem Mostgewicht von 71 Öchsle gelesen" worden, teilt die Manufaktur mit. Die Hauptlese hat auch schon begonnen.

Die erste Erntemenge sei "dreimal so groß wie im vergangenen Jahr und kann somit wieder an die Jahre davor anknüpfen". Doch die lang anhaltende Trockenheit habe den Reben zugesetzt. "In Zell-Weierbach wurden deshalb zwei Wasserentnahmestellen aktiviert, aus denen besonders gestresste Rebanlagen bewässert werden können". Geschäftsführer Christian Gehring: "Die Trockenheit ist ausgeprägter als 2003." Vor allem Junganlagen und die Urgesteinsböden mit wenig Bodenauflage hätten sehr unter der Wasserknappheit zu leiden.

Winzer mit Geschäftsjahr sehr zufrieden

Die Rotweine dürften die Gewinner des Sommers sein, heißt es aus Gengenbach. "Hier sind farbintensive und kräftige Weine zu erwarten." Bei den Weißweinen seien Lesezeitpunkt und Können der Kellermeister entscheidend, "um trotz der tendenziell höheren Öchslegrade noch leichte und frische Weine zu bekommen", teilen die Winzer mit. Mit einem Ausstoß von gut 60 000 Liter neuem Wein wird gerechnet.

Generell blicke der Betrieb auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Es schließt mit einem Umsatzplus von rund fünf Prozent ab, teilt Geschäftsführer Christian Gehring mit.

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