Gemeinderat entscheidet Naturkindergarten für Dörlinbach?

Annika Schubert
In Dörlinbach soll ein naturpädagogischer Kindergarten eingerichtet werden. Foto: Archiv

Für Kinder über drei Jahre gibt es in Schuttertal ab dem Jahr 2022/23 nicht ausreichend Betreuungsplätze. Deshalb wird der Gemeinderat in der kommenden Woche über die Einrichtung eines naturpädagogischen Kindergartens abstimmen.

Aufgrund von steigenden Kinderzahlen könne im Kita-Jahr 2022/23 nicht mehr allen Kindern ein Betreuungsplatz in den bereits vorhandenen Kitas der Gemeinde Schuttertal angeboten werden. Das geht aus den Unterlagen der kommenden Sitzung des Schuttertäler Gemeinderats hervor. Für etwa 20 Kinder im Alter von drei Jahren und älter stünde für das kommende Kita-Jahr aktuell kein Betreuungsplatz zur Verfügung.

Daraus ergebe sich der dringende Bedarf an einer Betreuungsgruppe für über Dreijährige. In der Vergangenheit hätten Eltern wiederholt nach Betreuungsangeboten mit naturpädagogischem Ansatz unter freier Trägerschaft gefragt, so geht es aus den Unterlagen hervor.

Träger der bereits vorhandenen katholischen Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde ist die katholische Kirchengemeinde. Die Trägerschaft eines naturpädagogischen Betreuungsangebotes könne die katholische Kirchengemeinde nur unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen, die momentan nicht erfüllt werden können. Aus diesem Grund habe es Gespräche mit dem Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH Vielfalt für Kinder, Marko Kaledwey, gegeben. Vielfalt für Kinder, so geht aus der Beschlussvorlage hervor, ist Träger von knapp 20 Kindertageseinrichtungen im Kreis Emmendingen, darunter befänden sich auch Wald- und Naturkindergärten. Auch in der südlichen Ortenau würden mittlerweile Trägerschaften von Kitas übernommen. Eine eingruppige Natur-Kita, wie sie in der Gemeinde Schuttertal entstehen könnte, würde Plätze für bis zu 20 Kinder im Alter von drei Jahren und älter bieten.

Laut den Unterlagen muss das Grundstück für den Betrieb einer Natur-Kita verschiedene Kriterien erfüllen, eine große Auswahl an Standorten gebe es deshalb nicht. Unter anderem müssten folgende Kriterien erfüllt werden: Das Grundstück muss der Gemeinde gehören und geeignete Geländerverhältnisse mit Zugang zur Natur aufweisen. Auch die Möglichkeit, einen Sammelpunkt für den Bring- und Holverkehr durch die Eltern einzurichten, müsste gegeben sein.

Als geeignetes Grundstück wurde eine Wiese unterhalb der Prinschbachhütte im Ortsteil Dörlinbach ausgewählt und gemeinsam besichtigt, Der Standort sei für den Träger grundsätzlich passend. Auch ein Gespräch mit dem aktuellen Pächter wurde geführt, der ebenfalls mit der Nutzung einverstanden wäre

Welche Anforderungen ein Waldgrundstück für die Nutzung durch eine Natur-Kita erfüllen muss, werde noch mit dem freien Träger geklärt. Sobald dies feststehe, würde man nach einer geeigneten Waldfläche suchen und Gespräche mit den jeweiligen Grundstückseigentümern führen.