Friesenheim Welche Maßnahmen folgen auf Tempo 30?

Kameras aufgestellt: Sie zählten eine Zeit lang die Fahrzeuge, die täglich durch Friesenheim fahren. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Friesenheim (cbs). Ein großes Thema in der nächsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats am kommenden Montag wird der Entwurf zur Fortschreibung des Verkehrskonzepts sein. Zur Sitzung eingeladen sind auch alle Mitglieder der Ortschaftsräte aus Heiligenzell, Oberschopfheim, Oberweier und Schuttern sowie die Bevölkerung. Nach der Vorstellung geht die Fortschreibung über das Verkehrskonzept zurück in die Ortschaftsräte, damit diese ihre Empfehlung zur Beschlussfassung im Gemeinderat abgeben können.

Das Verkehrskonzept knüpft an ein vorangegangenes aus dem Jahr 2002 sowie dessen Ergänzung im Jahr 2008 an. In einer Einwohnerauftaktveranstaltung am 25. Juli 2018 wurde die geplante Fortschreibung vorgestellt. Bürger waren ebenfalls eingeladen, ihre Meinung abzugeben. Bauamtsleiter Markus Reinbold erklärte damals, dass einige Maßnahmen sich mit geringen Mitteln umsetzen ließen, andere wiederum nur mit zweistelligen Millionenbeträgen zu realisieren wären. Eine der Maßnahmen mit geringen Mitteln ist die Einführung von Tempo 30 in der Adlerstraße und Kronenstraße sowie auf der Friesenheimer Hauptstraße. Selbst in Heiligenzell ist Tempo 30 eingeführt.

Mit der Erstellung eines Verkehrskonzepts ist das Planungsbüro Fichtner aus Freiburg beauftragt worden. Bei den einzelnen Versammlungen in den Ortsteilen beschrieben Bürger einige Mängel.

Für die Fortschreibung stehen im Haushalt 63 000 Euro bereit

Ein Großteil von Defiziten und Ansatzpunkten bezog sich in der Veranstaltungsreihe auf Schwachstellen in der bestehenden Infrastruktur oder es wurden Vorschläge zur Verbesserung der Situation formuliert. Die Anmerkungen finden Eingang in das Verkehrskonzept. Grundlage vieler Entscheidungen ist die Bestandsanalyse von Verkehrserhebungen. In die Verkehrszählung waren im Oktober vor einem Jahr Schulklassen der Realschule und Werkrealschule Friesenheim eingebunden. Die Verkehrszählung dient als feste Grundlage des Verkehrskonzepts. Zwei Tage lang wurde zu den Kernzeiten in Friesenheim sowie den Ortsteilen gezählt. Gezählt wurde an den Ortsein- und Ausgängen an einem Montag von 6 bis 10 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. An einem Dienstag haben sich die Schüler die Straßen in den Ortsteilen vorgenommen. Acht Stunden Zählung zu den Hauptverkehrszeiten fließen jetzt in das Konzept ein.

Für die Fortschreibung des Verkehrskonzepts stehen Mittel im Haushalt in Höhe von 63 000 Euro bereit. Das Büro Fichtner in Freiburg ist mit dem Konzept beauftragt. Das alte Verkehrskonzept ist aus dem Jahr 2002 und längst in den Daten überholt. Am neuen Konzept soll sich die verkehrliche Entwicklung für die kommenden zehn bis 15 Jahre orientieren.

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