Friesenheim Vom Rentnerleben nichts zu spüren

Franz Eckenfels in der Arkaden-Arena, in der am Wochenende das Fest stattfindet. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Friesenheim. Der Countdown zum großen Jubiläumswochenende läuft, nur noch wenige Tage sind es bis zum Fest. Dann liegen auch hinter dem Organisator Franz Eckenfels bereits Hunderte von Arbeitsstunden. Als Fels in der Brandung hält er sämtliche Fäden in der Hand und steht außerdem den Vereinen und der Gemeinde mit Rat und Tat zur Seite. Zwischen seinen Terminen haben wir mit dem Friesenheimer in der Arkaden-Arena über den Stand der Vorbereitungen gesprochen.

Wieso engagieren Sie sich für die 1000-Jahr-Feier?

Die Idee, dass Friesenheim und Heiligenzell gemeinsam feiern, war für mich die Motivation gewesen, ab November die gesamte Organisation zu übernehmen. Von vornherein habe ich abgelehnt, dass jeder
Ortsteil sein eigenes Süppchen kocht. Unsere Enkel machen es vor. Sie spielen in Spielgemeinschaften Fußball und leben das Wir-Gefühl vor. Wir sind doch eine Gemeinschaft, weshalb es möglich sein muss, ein gemeinsames Fest auf die Beine zu stellen.

Sie sind erst spät eingestiegen. Warum?

In der Tat. Es war Mitte November 2015. Es fehlte eine klare Linie. Jetzt hat das Fest Struktur und alle ziehen mit. Wenn ich nicht seit November Rentner wäre, wäre das in diesem Format nicht gegangen.

Bleibt das Fest im Rahmen des Kostenplans?

Ja, unbedingt. Was etwas teurer geworden ist, ist die Stromversorgung. Aber die rund 15 000 Euro sind durchaus gerechtfertigt. Drei Tage Sicherheit sind gewährt.

Was geschieht bei Regen?

Der Rasen erholt sich sichtbar schnell. In der Reserve haben wir Hackschnitzel und Rindenmulch. Falls Probleme entstehen, sind wir für jede Situation gewappnet.

Wie steht es mit dem Sicherheitsaspekt?

Der Sicherheitskatalog hat mittlerweile 70 Seiten. Am Mittwochabend wurde die Arkadenkonstruktion abgenommen. Alles steht. Jetzt müssen nur noch die Vereine ihre Stände einrichten.

Wie hoch ist Ihr zeitlicher Aufwand?

Zur Zeit sind es sechs bis sieben Stunden am Tag. Manchmal auch sonntags. Es sind die Klärungen, die aufwendig sind. Der Kontakt zu den Vereinen stimmt.

Was hat sie am meisten überrascht?

Offen gestanden war ich zu Beginn von der mangelnden Kommunikation und Transparenz enttäuscht. Eine Form der Kommunikation und Struktur wird jetzt erkannt und auch von allen Vereinen als positiv wahrgenommen.

Wie steht es mit dem Teamgeist?

Jetzt ist er da und die Situation vergleichbar einem erweiterten Bürgerfest. Außerdem sind wir sehr dankbar für die großartige Unterstützung des Bauhofs.

Was sagt ihre Frau dazu?

Sie ist froh, wenn es rum ist. Sicher ist es auch eine Belastung. Von unserem gemeinsamen Rentnerleben ist noch nichts spürbar.

Wann nehmen sie sich selbst Zeit das Fest zu genießen?

Ich bin zwar in Verantwortung, aber ich werde es trotzdem genießen können. Wenn am Sonntag der Umzug vorbei ist, dann werde ich mich langsam entspannen.

Wie viele Helfer sind über die drei Festtage im Einsatz?

Mit Sicherheit haben wir mehr als 500 Einsätze über das gesamte Wochenende.

Konnten Sie auch noch eigene Ideen einbringen?

Ja, da fließen immer wieder ein paar Dinge ein. Mir ist es wichtig, dass beispielsweise das Kaiserpaar beim Umzug vorneweg geht und die Honoratioren folgen.

Was wird Ihr persönliches Highlight der 1000-Jahr-Feier sein?

Ich würde mich freuen, wenn nachher alle sagen, das war ein würdiges Fest.

Die Fragen stellte Christine Bohnert-Seidel.

  • Bewertung
    1