Friesenheim Verkehr: Was sagen die Bürger?

Auf der Schutterner Hauptstraße geht es eng zu: Bis Ende 2019 wird ein Verkehrskonzept für Friesenheim erstellt. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Um das Verkehrskonzept weiterzuentwickeln, lädt die Gemeinde Friesenheim die Bürger zu einer Reihe von Veranstaltungen in den nächsten zwei Wochen ein. Die Lahrer Zeitung erklärt, worum es bei diesen öffentlichen Terminen geht.

 

Friesenheim. Zur Fortschreibung des Verkehrskonzepts der Gemeinde werden zwischen dem 11. und dem 19. September in Friesenheim und den umliegenden Orten insgesamt fünf Ortstermine veranstaltet, zu dem alle betroffenen oder interessierten Bürger eingeladen sind. Wie die Gemeindeverwaltung mitteilt, soll das Verkehrskonzept als Strategie zum gesamtheitlichen Umgang mit verkehrlichen Belangen dienen. Es stellt einen "roter Faden" dar, mit dessen Hilfe die Verkehrssituation in Friesenheim verbessert werden soll. Dazu möchte die Gemeindeverwaltung alle Verkehrsteilnehmer in den Blick nehmen. Neben dem fließenden Autoverkehr sollen der ruhende Verkehr, Fußgänger, Radfahrer, der öffentliche Personennahverkehr sowie neue Mobilitätsformen berücksichtigt werden.

In einem ersten Schritt geht es den Verantwortlichen um die Erstellung einer Bestandsanalyse, in der untersucht und festgehalten werden soll, was zurzeit bereits gut funktioniert und wo Verbesserungen angezeigt sind. Die fachliche Analyse werde das Büro Fichtner übernehmen, teilt die Verwaltung mit.

Ergänzt werde die Analyse um Vororterfahrungen, die in den nun angekündigten Ortsteilterminen eingeholt werden sollen.

In einem zweiten Schritt sollen aus den zusammengetragenen Ergebnissen Zieldefinitionen abgeleitet werden, di zu punktuellen und strukturellen Verbesserungen führen. Eine Verbesserung für alle werde dabei nicht möglich sein, heißt es, deshalb liege bei Konflikten der Fokus auf der Priorisierung, auch unter Beteiligung der politischen Gremien. Zuletzt soll ein Katalog mit Maßnahmen entstehen, die der Erreichung der Ziele dienen. Auch dort werden die Vorschläge priorisiert.

Bereits 2002 hat die Gemeinde ein Verkehrskonzept erstellt. Im Wesentlichen beschränkte sich dies auf den Kernort Friesenheim, während jetzt alle Ortsteile umfänglich berücksichtigt werden sollen. Zudem haben sich die Rahmenbedingungen seither deutlich verändert: Es gibt ein verändertes Verkehrsnetz, neue gesetzliche Vorgaben (zum Beispiel zu barrierefreien Haltestellen), zusätzliche Konfliktpunkte durch neue Nutzungen, Änderungen im Mobilitätsverhalten und neue Planungen in den Nachbarkommunen. Die Fortschreibung des Verkehrskonzepts sei daher geboten, teilt die Verwaltung mit. Ziel der jetzt bevorstehenden Ortsteilveranstaltungen sei es, zu erfragen, welche Anliegen den Bürgern wichtig sind und welche aktuellen verkehrlichen Probleme es aus ihrer Sicht gibt. Ende des Jahres 2019 soll das Konzept dann fertiggestellt sein.

Bürgermeister Erik Weide begrüßt dieses Vorgehen: "Das Thema ›Verkehr‹ ist hoch sensibel, viele Bürger kommen mit verkehrlichen Belangen in meine Bürgersprechstunde. Durch die Lage der Gemeinde zwischen Offenburg und Lahr gibt es ein enormes Verkehrsaufkommen jeden Tag", sagt er. "Um ein zukunftsfähiges und lösungsorientiertes Verkehrsnetz aufzubauen, ist es meines Erachtens unumgänglich, ein professionelles Verkehrskonzept zu erstellen, das den Wün schen der Friesenheimer Rechnung trägt."

Die Beteiligung der Bürger in allen Ortsteilen ist ihm ein großes Anliegen. Auch die politischen Gremien seien gefragt, wenn es um die Priorisierung der Vorschläge und Konfliktlösungen gehe – denn: "Weghexen kann man den Verkehr nicht, das ist auch klar", kündigt Weide an.

Die Veranstaltungen finden zu folgenden Terminen statt: 11. September, 19.30 Uhr, Auberghalle Oberschopfheim (Vereinsraum 2) 12. September, 19 Uhr, Sternenberghalle Friesenheim 17. September, 19 Uhr, Waldmattenhalle Oberweier 18. September, 19 Uhr, Offohalle Schuttern 19. September, 19.30 Uhr, Schlössle Heiligenzell.

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