Friesenheim Vereine wollen Kräfte bündeln

Vertreter der Historischen Vereine und auch Ortsvorsteher haben sich an einen Tisch gesetzt und gemeinsam darüber beraten, wie es künftig mit den Museen weitergehen soll. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Erstmals haben sich Vertreter aus allen Historischen Vereinen der Gemeinde Friesenheim getroffen. Mehr Zusammenarbeit, dichtere Vernetzung und eine Belebung des Museums in Oberweier sind erklärtes Ziel.

Oberweier. Vertreter der Historischen Vereine aus Friesenheim haben sich zum ersten Mal getroffen. Eingeladen hat der Vorstand des Förderkreises Oberweierer Heimatgeschichte. Grundsätzlich wollen die Historischen Vereine aus Oberschopfheim, Oberweier und Schuttern noch näher zusammenarbeiten. Friesenheim und Heiligenzell wurden vertreten von Ekkehard Klem, Mitglied im Vorstand des Historischen Vereins Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land. Verstärkt werden soll eine Vernetzung der Vereine, Absprachen über Veranstaltungen sowie eine Auffrischung des Museums der Gemeinde Friesenheim.

"Das Heimatmuseum in Oberweier ist das erklärte Museum der Gemeinde Friesenheim", betonte Ulrich Weschle. "Wir pflegen das Gebäude und kümmern uns, aber es ist nicht unser Haus", erklärte Reinhard Seitz vom Vorstand. Aus diesem Grund habe der Förderkreis Oberweierer Heimatgeschichte ein Mitspracherecht, mehr nicht. Wirklich genutzt und regelmäßig mit neuen Ausstellungen bestückt, habe die jeweiligen Ausstellungsräume im Obergeschoss des Gebäudes lediglich der Historische Verein Oberschopfheim. Weil der zugeteilte Raum für Oberschopfheim mit knapp zehn Quadratmetern für laufende Ausstellungen in der Regel nicht ausreichte, habe der Verein gern auf die Räume von Friesenheim und Schuttern zurückgegriffen.

Immer weniger Menschen helfen bei Ausstellungen mit

Mit der Einrichtung des Klostermuseums in Schuttern blieben die Räume in Oberweier verwaist. "Da habt ihr in Schuttern schon eine Sonderstellung", erklärte Willi Ehret aus Oberschopfheim. Aber auch Friesenheim sei nur stiefmütterlich vertreten.

Ulrich Weschle, Vorsitzender des Historischen Vereins Oberweier, hob hervor, dass die Ausstellungsräume im Erdgeschoss gern für größere Ausstellungen aus den Ortsteilen zur Verfügung stünden. Um eine Ausstellung zu organisieren, brauche es eine vernünftige Vorlaufzeit und vor allem Menschen, die sich kümmerten. Leider werden diese auch in Oberweier immer weniger, weshalb eine gute Verzahnung der Vereine notwendig sei. "Wir wollen offen denken, nicht nur in einzelnen zugeteilten Räumen", erklärte Simone Buttenmüller vom Vorstand. Ein offener Austausch sei gewünscht und notwendig im Sinne eines lebendigen und zukunftsfähigen Museumsbetriebs. Wichtig sei eine gute Kommunikation unter den Vereinen und eine Kräftebündelung. Das Museum sei nur so lebendig, wie die Besucher, die Ausstellungen und Ereignisse annähmen.

Ein großer Renner sei unverhofft die Burgenausstellung gewesen. 17 Kindergärten und Schulen wurden angeschrieben sowie eingeladen und nur zwei hätten die Aussicht auf Sonderführungen und Begleitung genutzt. Trotzdem seien vor allem viele Familien gekommen. Das Museum soll ein Treffpunkt sein für Generationen. Ausstellung dürften auch neu gestaltet, so Ulrich Weschle, Vorsitzender des Historischen Vereins Oberweier. Wichtig sei, mit Ausstellungen Menschen zu begeistern und sie ins Museum zu bringen.

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