Friesenheim Tierfreundin aus Friesenheim sorgt für viele strahlende Gesichter

Unentbehrlich für das Tierheim sind Geld-, Sach- und Futterspenden. Desiree Sperling (Zweite von rechts) hat unter anderem wichtiges und teures Spezialfutter gespendet. Foto: Bohnert-Seidel

Friesenheim/Lahr (cbs) - 300 Euro sowie Geschenke im Wert von 1500 Euro hat Desiree Sperling für das Tierheim in Lahr gesammelt. Sperlings Antrieb war neben der Tierliebe das Wissen um die schlechte finanzielle Ausstattung der Einrichtung. Ein Aufruf über Facebook für die Belange der Tiere im Lahrer Tierheim brachte den Stein der guten Sache ins Rollen. "Ich bin überwältigt", sagte Katja Spirgatis, Mitarbeiterin im Tierheim Lahr, als sie riesige Kisten aus den Händen der Spenderin entgegen nehmen durfte. Vor allem wurde die Bitte um Spezialfutter für alte und kranke Tiere gehört. Bei der Übergabe zeigt Sperling auf eine Kiste mit Hundefutter und bemerkt: "Allein diese Dosen haben 50 Euro gekostet". Die Friesenheimerin hat ein Herz für Tiere und legt sich mit ihrer Empathie nicht fest. "Wir wissen, dass es im Tierheim immer wieder an finanziellen Mitteln fehlt", so Sperling. Bekannt ist, dass auch Fundtiere aus Friesenheim immer wieder im Lahrer Tierheim abgegeben werden. Über die Anzahl der Tiere hält sich Martin Spirgatis, Leiter des Tierheims, bedeckt. Unter den Kommunen rangiere jedoch Friesenheim auf Platz drei hinter Lahr und Ettenheim.

 

Wenn ein Tier abgegeben wird, fallen nicht nur Kosten für die Unterbringung, sondern auch für Versorgung über Tierärzte oder spezielle Pflege an. "Das Tierheim ist mehr als nur ein Fundbüro für Haustiere", so Spirgatis. "Ohne das Tierheim würden viele Tiere auf der Straße landen." Für diese Maßnahmen bezahlten die Kommunen nicht, profitierten jedoch davon. "Das ist durchaus in Ordnung", so Spirgatis.

Außerdem unterstütze das Tierheim Partnergemeinden wie Friesenheim bei "unschönen Ereignissen" wie Beschlagnahmen, Räumungen und Noteinweisungen. Aus diesen Gründen schwanke das Ranking der Gemeinden beachtlich, weshalb Kommunen lieber eine Pauschale pro Einwohner abschließen, als jeden Fall einzeln abzurechnen. Eine Pauschale garantiere Planungssicherheit auf beiden Seiten. Trotzdem sei jedes Jahr anders zu betrachten. Waren 2016 die Schildkröten auffällig häufig vertreten, so war 2017 eindeutig das Jahr der Langohren. Mehr als 20 Kaninchen beherberge das Tierheim. "Wir sind gerade dabei deutlich zu wachsen", kommentiert Spirgatis.

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