Erfolgreicher Alemannen-Marathon Teilnehmer sammeln 8500 Euro

Insgesamt 8500 Euro kamen beim Alemannen-Marathon zusammen. Genug, um dem Palliativ-Team Ortenau zwei Ultraschallgeräte zu beschaffen, die bei Patienten schnellere Diagnosen ermöglichen.

Friesenheim - "Mit dem Lauf und dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden", sagte Walter Bähr, der gemeinsam mit seiner Familie und Sohn Constantin den Alemannen-Marathon als Benefizlauf aus dem Boden gestampft hatte. Dass die diesjährige Spende in Höhe von 8500 Euro bei dem Palliativ-Team Ortenau der Brückenpflege bestens aufgehoben sei, bestätigten Ute Königsmann und Horst Gaiser bei der Spendenübergabe. Beide gehören seit vielen Jahren dem Palliativ-Team an, das aus Krankenpflegern und Ärzten besteht. Gut 1000 Patienten werden jährlich über die Brückenpflege zuhause betreut. Wichtig seien im Einsatz der Ärzte unter anderem auch Ultraschallgeräte.

"Krebserkrankungen bedingen oft Wasserablagerungen in Lunge, Bauch oder eine gefüllte Harnblase", erklärte Palliativmediziner Gaiser. Der Befund lasse sich nicht immer ertasten. Umso wichtiger sei ein Ultraschallgerät, das direkt beim Patienten eingesetzt werden könne. "Früher mussten Patienten zur Klärung bis zu sieben Stunden in der Notaufnahme des Klinikums verbringen", erläuterte Königsmann, die die Arbeit des Palliativteams koordiniert. Ein Gallenblasenaufstau sei zudem sehr schmerzhaft. Jetzt ließe sich nach der Diagnose eine Punktion direkt zuhause machen. Bei manchen Patienten stauen sich bis zu neun Liter Wasser im Bauchraum. Symptome wie Luftnot seien die Folge.

Gaiser freue sich, dass jetzt zwei Ultraschallgeräte von der Größe eines Smartphones bestellt werden können. Die restlichen Kosten übernehme der Förderverein der Brückenpflege. Dass die Brückenpflege sehr viel Unterstützung von Seiten der Angehörigen von Verstorbenen erfährt, unterstrich Ute Königsmann: "Die Wertschätzung gegenüber unserer Arbeit ist sehr hoch". Die Brückenpflege freue sich über den Dienst von Ärzten in Rufbereitschaft aus Neuried, Friesenheim, Ettenheim und der Region.

Nach der Spendenübergabe machte sich Gaiser auf den Weg ins hintere Schuttertal. Dort sollte eines der neuen Ultraschallgeräte direkt bei einem Patienten zum Einsatz kommen. Ideal wäre es, wenn jeder der neun Palliativmediziner über ein Gerät im Auto verfüge. Fünf sind es aktuell und zwei werden jetzt über die Spende bestellt. "Dann müssen wir wieder laufen", kommentierte Walter Bähr.

Wie es im kommenden Jahr mit dem Alemannen-Marathon weitergeht, orientiere sich daran wie es mit Corona weitergehe, erklärte Constantin Bähr. Dass sich die Familie wieder etwas überlegen wird, dürfte sicher sein.

Unter dem Motto "Jeder kann Marathon" durften vom 13. bis zum 16. Mai die Teilnehmer des Alemannen-Marathons laufen, Fahrrad fahren oder skaten. Jede Form von aktiver Bewegung war möglich. Es konnte sich zum 100 Kilometer-Lauf angemeldet werden, zum Marathon, Halb-Marathon, aber auch zu einem zehn Kilometer-Lauf. Jeder konnte sich seine Strecke aussuchen. Die Mindeststartgebühr betrug zehn Euro. Organisiert wurde der Lauf wie auch schon im Vorjahr von der Familie Bähr. 314 Starter absolvierten insgesamt rund 13 000 Kilometer.

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