Friesenheim Sie steckt viel Herzblut in ihre Arbeit

Edith Armbruster arbeitet seit 40 Jahren als Erzieherin. "Ich liebe meinen Beruf", sagt sie über ihre Arbeit. Foto: Bohnert-Seidel

Friesenheim - Edith Armburster ist seit 40 Jahren Erzieherin und seit 30 Jahren Leiterin der Georg-Schreiber-Kindertagesstätte in Friesenheim. Offen spricht sie darüber, dass sie nie eine Vorstellung eines Traumberufs hatte. Vielmehr sei sie eine "Spätzünderin".

Jedes Kind soll sich individuell entwickeln

Ihr Wunsch an die Eltern der Kita-Kinder ist: "Jedes Kind soll sich so entwickeln dürfen, wie es ihm gegeben ist." Ihr Motto: Weg mit den vorgefertigten Entwicklungskonzepten im Kopf, hin zur Individualität eines jedes Kindes. "Jedes Kind ist toll wie es ist. Kinder lassen sich nicht über einen Kamm scheren", sagt Edith Armbruster.

Im Grunde war es ein Gespräch aus der Berufsberatung, das sie zur Ausbildung als Erzieherin gebracht habe. Hineingewachsen ist sie in ihren Beruf und die Arbeit mit Kindern. "Die ganzen Jahre habe ich das gern gemacht", sagt sie. "Immer habe ich gern alles gegeben. Mein Herzblut", betont die 63-Jährige.

Sie ist in ihren Beruf "hineingewachsen"

Heute bringen bereits viele ehemalige Kindergartenkinder ihre eigenen Kinder in die Einrichtung. Ein Wiedersehen der besonderen Art. Auch vertraute Einblicke werden ihr in die Familien gewährt.

Im September 1981 habe sie als Gruppenleiterin in Niederschopfheim im St. Josefs-Kindergarten angefangen. 1989 wechselte sie nach Friesenheim und von 1990 an war sie Leiterin der Einrichtung mit drei Gruppen á 27 Kindern. Lange Wartelisten zwangen die Kirchengemeinde zur Erweiterung um eine vierte Gruppe. Bis der Neubau zwei Jahre später bezogen wurde, wechselten die Kinder vom eigenen Turmraum in den Gymnastikraum im Georg-Schreiber-Haus.

Erste Krippe in Friesenheim eröffnet 2010

Im Laufe der Jahre habe sich vielfach die familiäre Struktur verändert. Die Notwendigkeit von Kinderkrippen ließen im Jahr 2010 Friesenheim die erste Krippe für 30 Kinder eröffnen. Betreuungsformen und Öffnungszeiten haben sich stetig den Bedürfnissen der Familien angepasst.

Der Beruf des Erziehers sei noch umfangreicher geworden. Umfassende Dokumentationen nehmen systematisch das Kind in seiner Individualität und seinen Fähigkeiten in den Blick. Stärken und Schwächen gelte es in den Fokus zu nehmen, um mögliche Förderungen abzuwägen.

Neue Herausforderungen für das Kita-Personal

Viele Kinder und Familien mit anderer Muttersprache, aus fremden Kulturkreisen gelte es zu integrieren. Der Umgang mit Eltern, die weder Deutsch noch Englisch sprechen, sei eine Herausforderung, das ihr Team souverän bewältige.

Edith Armbruster bleibt der Kindertagesstätte noch einige Jahre erhalten. "Ich liebe meinen Beruf", sagt sie fröhlich. Da sie eine "Spätzünderin" ist, wie sie sich selbst bezeichnet, dürfe sie noch etwas länger arbeiten. "Das ist wunderbar, so wie es ist", betont sie.

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